Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 19.10.2019


Ski Alpin

TSV-Generalversammlung: Ein Jubiläum ohne Misstöne

Nach der 75. Jahreshauptversammlung des Tiroler Skiverbandes brechen Neo-Präsident Karl Janovsky und sein Team hoffnungsfroh in die Zukunft auf. Werner Margreiter wurde „in allen Ehren“ verabschiedet.

Präsidiale Runde: TSV-Vize Markus Schröcksnadel, Ehrenpräsident Werner Margreiter, Neo-Präsident Karl Janovsky und ÖSV-Boss Peter Schröcksnadel.

© Michael KristenPräsidiale Runde: TSV-Vize Markus Schröcksnadel, Ehrenpräsident Werner Margreiter, Neo-Präsident Karl Janovsky und ÖSV-Boss Peter Schröcksnadel.



Von Max Ischia

Hall – Es war ein Abend voller Eintracht – und einer, der nicht von Pannen befreit war. Dass die 75. Generalversammlung des Tiroler Skiverbandes (TSV) im Kurhaus Hall am Donnerstagabend mit zwanzigminütiger Verspätung begann und die vorbereiteten Filme von der Nordischen Ski-WM in Seefeld und jener eines TSV-Kinderprojekts ohne Ton abliefen, sollte letztlich aber schnell vergessen sein. Erst recht, als der scheidende TSV-Präsident Werner Margreiter seine zeitlich nicht zu knapp bemessene Abschiedsrede mit Heinrich Heine beschloss: „Jede Zeit hat ihre Aufgabe, und durch die Lösung derselben rückt die Menschheit weiter.“ Und weil der Kramsacher nicht zuletzt hinsichtlich Olympia 2022 in Peking Konsulent des chinesischen Skiverbandes ist, ließ er noch Konfuzius folgen: „Wohin du auch gehst, geh mit ganzem Herzen.“

Ein Zitat, welches auch als Botschaft für seinen Nachfolger verstanden werden konnte. Der heißt – wie berichtet – Karl Janovsky, stammt aus Telfs, ist Rechtsanwalt mit Kanzlei in Innsbruck und kann auf „hochmotivierte“ Vorstandskollegen bauen. Oder wie es Sigi Grüner, Präsident des SC Sölden/Hochsölden, trefflich formulierte: „Wenn ich auf die Berufe unseres neuen Vorstands schaue, kann nichts mehr schiefgehen. Ein Rechtsanwalt, eine Ärztin, ein Mann aus der Skiindustrie, ein international anerkannter Skilehrer-Ausbildner und der Sohn des ÖSV-Präsidenten. Da ist Erfolg vorprogrammiert.“

Das große ÖSV-Ehrenzeichen erhielten Kombinierer Johannes Lamparter, Speed-Dame Stephanie Venier und Weitenjäger Clemens Aigner (von links).
Das große ÖSV-Ehrenzeichen erhielten Kombinierer Johannes Lamparter, Speed-Dame Stephanie Venier und Weitenjäger Clemens Aigner (von links).
- Michael Kristen

Frei nach dem Verbandsmotto „Damit Tiroler weiter siegen“ warten „jede Menge Herausforderungen“, wie es der einstimmig gewählte Präsident formulierte. Dass angesichts von Klimawandel, steigenden Materialkosten und Selbstbehalten dem Bericht von Kassier Hermann Nagiller besonders gelauscht wurde, versteht sich. Die gute Nachricht: Das Verbandsbudget in der Höhe von etwas mehr als 1,5 Millionen Euro ist gesichert.

Und der TSV ist um einen Ehrenpräsidenten reicher. Karl Janovsky überreichte seinem Vorgänger Werner Margreiter die diesbezügliche Urkunde. Die Laudatio war ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel vorbehalten und endete mit einem vielsagenden Satz: „Maggi, du warst ein guter Präsident.“ Es war eben ein Abend voller Eintracht – und auch das in Dauerbeschlag genommene Mikrofon am Rednerpult funktionierte einwandfrei.

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Ausgezeichnet: Para-Snowboarder Reinhold Schett, Sehbehinderten-Skifahrer Josef Lahner mit Guide Franz Erharter (von links).
Ausgezeichnet: Para-Snowboarder Reinhold Schett, Sehbehinderten-Skifahrer Josef Lahner mit Guide Franz Erharter (von links).
- Michael Kristen