Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 30.10.2019


Eishockey

Startschuss für neue Saison: Die Eliteliga ist tot, es lebe die Landesliga!

Mit der neuformierten Tiroler Landesliga startet am Wochenende der legitime Nachfolger der Eliteliga – mit vielen alten und neuen Gesichtern.

Er wird fehlen: Kufsteins Kapitän Roland Luchner musste die Schlittschuhe verletzungsbedingt früher als geplant an den Nagel hängen.

© www.muehlanger.atEr wird fehlen: Kufsteins Kapitän Roland Luchner musste die Schlittschuhe verletzungsbedingt früher als geplant an den Nagel hängen.



Von Alois Moser

Innsbruck – In Tirol bricht endlich wieder die Eiszeit an: Am Wochenende startet die neue Saison in der Landesliga. Der Name ist der gleiche wie in der abgelaufenen Spielzeit – doch dahinter verbirgt sich nun der legitime Nachfolger der einstigen Eliteliga. Nach dem Ende des Traditionsformats zerschlug sich im Sommer die geplante österreichweite dritte Liga, an der auch einige Tiroler Teams Interesse gezeigt hatten. Nun startet das Gros der ehemaligen Eliteliga-Teams stattdessen in der neuformierten Landesliga durch.

Ligaformat: Statt Eliteliga und der gescheiterten ÖAHL (Österreichische Amateur Hockey Liga) wird die Landesliga nunmehr als höchste Tiroler Spielklasse ihrem Namen gerecht. Als Unterbau fungiert wie bisher die Gebietsliga, die wiederum seit heuer auf dem Hockey-Cup Tirol fußt.

Teilnehmer: Mit Wattens, Kundl, Kufstein, Hohenems und Silz spielt der Großteil der ehemaligen Eliteliga-Vereine nun auch in der Landesliga auf, Zirl hat den Weg in die Gebietsliga angetreten. Dazu stoßen der aktuelle Landesligameister Weerberg sowie Mils und der neugegründete Verein aus Telfs. Um den Abstand zwischen den etablierten Schwergewichten und den nominellen Underdogs nicht allzu groß werden zu lassen, sind ab heuer keine Transferkartenspieler mehr erlaubt. Die acht Teams dürfen nur einen Nicht-Tiroler verpflichten – im Falle von Hohenems einen Nicht-Vorarlberger. Die Steinböcke bereichern weiterhin das Tiroler Eishockey. „Da ist das Niveau wesentlich höher als in Vorarlberg“, weiß Obmann Michael Töchterle. Im Ländle wurde sowohl in Steine als auch Beine investiert – neben einem neuen Kabinentrakt wurde auch der Kader verstärkt.

Zeigt her eure Dressen: Armin Heim (Mils), Lukas Schwitzer (Wattens), Ergün Pece (Silz), Michael Töchterle (Hohenems) , Fabian Hechenberger (Kundl), Martin Biehler (Weerberg), Roland Luchner (Kufstein) und Dominik Althaller (Telfs).
Zeigt her eure Dressen: Armin Heim (Mils), Lukas Schwitzer (Wattens), Ergün Pece (Silz), Michael Töchterle (Hohenems) , Fabian Hechenberger (Kundl), Martin Biehler (Weerberg), Roland Luchner (Kufstein) und Dominik Althaller (Telfs).
- TEHV

Eliteliga-Meister Wattens holte sich mit den Rückkehrern Markus Prock und Taylor Holst ebenfalls Offensivpower. „Wir wollen ins Finale“, gibt der sportliche Leiter Markus Gander die Marschrichtung der Penguins vor.

Dort wollen aber auch die Kundler Krokodile hin – trotz zahlreicher Abgänge. Neo-Trainer Michael Karrenberg kann aber weiterhin auf viel Qualität am Eis setzen.

Die erste Hiobsbotschaft beim Unterländer Lokalrivalen Kufstein setzte es bereits vor der Saison: Kapitän Roland Luchner musste nach einem Skiunfall die Schlittschuhe an den Nagel hängen. „Es war richtig hart, als ich der Mannschaft und dem Verein mitgeteilt habe, dass ich nicht mehr weiterspielen kann“, fiel dem 33-Jährigen das abrupte Karriereende nicht leicht. Nun will der ehemalige Kapitän aber jenseits der Bande mithelfen, die Drachen ins Finale zu führen.

Hinter den Genannten rittern Silz, Mils, Weerberg und Telfs um einen Platz im Play-off. „Wir freuen uns auf die Herausforderung“, gibt sich Weerbergs Spielertrainer Michael Holst kämpferisch. Die Legionärsbeschränkung sollte vor allem den Teams, die vermehrt auf Eigenbauspieler setzen, zugutekommen.

Modus: Gespielt wird eine einfache Hin- und Rückrunde, Viertel- und Halbfinale werden im Best-of-Three ausgetragen, das Finale umfasst maximal fünf Spiele.