Letztes Update am Di, 13.05.2014 09:30

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Zugspitzlauf

Nach Absage des Zugspitzlaufs droht gerichtlicher Marathon

Der Zugspitzlauf sorgt nach dem tragischen Unfall von 2008 wieder für Schlagzeilen. Diesmal wegen einer Absage.



Von Christof Strasser

Ehrwald, Garmisch – 2008 sorgte der Zugspitzlauf für großes Aufsehen. Zwei Leute starben damals bei widrigen Wetterverhältnissen, andere mussten unterkühlt ins Krankenhaus gebracht werden. Veranstalter Peter Krinninger musste damals als Organisator vor Gericht, wurde aber freigesprochen. Nun sorgt der Zugspitzlauf wieder für Schlagzeilen. Aus einem anderen Grund:

Krinninger musste das für 13. Juli geplante Event vor zwei Wochen absagen. „Vor längerer Zeit haben wir Peter Krinninger mitgeteilt, dass der Zugspitzlauf 2013 in dieser Form zum letzten Mal sein wird und nicht mehr unterstützt wird“, betonte man seitens der Tourismusregion Zugspitze. Krinninger habe das „wohl einfach ignoriert“ und geglaubt, dass er den Lauf wie üblich abhalten könne. Außerdem sei klar gewesen, dass die Region um die Zugspitze sowohl in Tirol als auch auf deutscher Seite eine mehrtägige Veranstaltung vorziehen würde.

Gemeint ist hier die „Zugspitz Trail Run Challenge“, die vom 22. bis 24. August in Ehrwald und Garmisch-Partenkirchen stattfindet. Ein dreitägiges Event für Ausdauer-Athleten, dessen Höhepunkt ein Berglauf auf die Zugspitze darstellt.

Für Krinninger ist klar: „Ich hätte den Zugspitzlauf nicht als Veranstaltung ins Internet gestellt, wenn nicht alles vereinbart gewesen wäre. Ich habe alles schriftlich.“ Mehr wolle er dazu erst sagen, wenn die Geschichte gerichtlich geklärt sei. Einer juristischen Klärung bedürfen allerdings auch die bereits geleisteten Startgeld-Zahlungen (79 Euro). Das soll 400 Läufern nicht zurückerstattet werden, OK-Chef Krinninger argumentiert mit „höherer Gewalt“. Die wollen jetzt einige Sportler walten lassen: in Form einer Strafanzeige.