Letztes Update am Mi, 05.11.2014 09:31

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Inlineskaten

Auf vier Rollen in Argentinien in die Weltspitze

Manuel Vogl und Thomas Petutschnigg starten bei der Inlineskate-WM in Argentinien.

Die SC-Wörgl-Athleten Thomas Petutschnigg und Manuel Vogl (r.) schlüpfen morgen in der WM-Juniorenklasse in das Nationalteamdress.

© BILDAGENTUR MUEHLANGERDie SC-Wörgl-Athleten Thomas Petutschnigg und Manuel Vogl (r.) schlüpfen morgen in der WM-Juniorenklasse in das Nationalteamdress.



Von Roman Stelzl

Innsbruck – Fast genau 11.500 Kilometer Luftlinie entfernt von der heimischen Trainingsbahn in Wörgl wartet auf Tirols Inlineskater Manuel Vogl und Thomas Petutsch­nigg ab morgen ihr bisher größtes Abenteuer. Im argentinischen Rosario geht es für die beiden 18-jährigen Wörgler bei der Weltmeisterschaft in der Juniorenklasse (Bahn und Straße) um Spitzenplätze. Anders als bei der Premiere im Vorjahr im verhältnismäßig nahen Belgien aber in einer ganz neuen Welt. Wobei die Zielsetzung mit den Kilometern mitgewachsen ist: ein Platz unter den besten Zehn.

„Letztes Jahr war ich Neunter, das Ziel ist, sich zu verbessern“, meinte YOG-Teilnehmer Vogl, der 2013 auf der Bahn über 10.000 Meter in den Kreis der Top Ten skatete. Sein Streben nach Verbesserung scheint realistisch: Nach dem dritten Gesamtrang im Europacup des Vorjahres sicherte sich Vogl heuer die Langdistanz-Junioren-Wertung. Noch besser erging es dem Rollentalent bei der Nachwuchs-Europameisterschaft, wo er über 10.000 Meter auf Rang sechs lief.

Sein Alterskollege Petutsch­nigg (die beiden trennt nur ein Tag) belegte dort den zwölften Rang – steht aber in den Sprintklassen ebenfalls mit einem Europacup-Gesamtsieg da. Und sein Ausflug in die argentinische Metropole ist gleichsam ein Familienausflug. Neben Trainerin und Schwester Nadja ist auch Verbandspräsident und Vater Robert dabei. Mutter Ilse zieht zuhause die Fäden.

„Vor allem beim Sprint wird es schwierig. Aber wir haben uns gut vorbereitet, die Vorfreude ist auch dabei“, meinte Petutschnigg. 2013 kam er bei zwei WM-Rennen (Straße und Bahn) jeweils auf Rang 26 – eine Steigerung ist daher ein Minimalziel. Trainiert wurde zuletzt mit dem italienischen und dem deutschen Team, wo man sich Feinschliff holte und erkannte, dass die Konkurrenz nicht weit weg ist.

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Tirols heuer zweifache Europameisterin Vanessa Bittner fehlt indes. Die 19-jährige Innsbruckerin fährt beim Eisschnelllauf-Weltcup in Japan. Bittner: „Schade, ich wäre schon gerne dabei gewesen.“