Letztes Update am Do, 06.07.2017 18:15

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Radsport

Zweiter Etappensieg von Kittel bei Tour de France

Der 29-jährige Deutsche Marcel Kittel holte am Donnerstag auf der 6. Etappe der Tour de France seinen nunmehr zweiten Tagessieg. Unterdessen wurde ein Eilantrag gegen den Ausschluss von Weltmeister Peter Sagan von Internationalen Sportgericht abgelehnt.

Zum nunmehr zweiten Mal durfte der Deutsche (im Bild mit dem blauen Dress) bei der diesjährigen Tour jubeln.

© AFPZum nunmehr zweiten Mal durfte der Deutsche (im Bild mit dem blauen Dress) bei der diesjährigen Tour jubeln.



Troyes - Der Deutsche Marcel Kittel hat seinen zweiten Sprintsieg bei der 104. Tour de France geholt. Der 29-Jährige aus der Quickstep-Mannschaft siegte am Donnerstag auf der 6. Etappe von Vesoul nach Troyes (216,0 km) souverän vor dem Franzosen Arnaud Demare (FDJ) und seinem Landsmann Andre Greipel (Lotto). Der Kärntner Marco Haller belegte als Sprinthelfer des viertplatzierten Alexander Kristoff Rang 14.

In der Gesamtwertung blieb erwartungsgemäß alles beim Alten. Titelverteidiger Chris Froome führt zwölf Sekunden vor seinem Sky-Teamkollegen Geraint Thomas und 14 vor dem Italiener Fabio Aru. Die ebenfalls flache siebente Etappe am Freitag von Troyes nach Nuits-Saint-Georges (213,5 km) ist wieder auf die Sprinter zugeschnitten.

Kittel behielt im Massensprint wie schon auf der zweiten Etappe vor Demare und Greipel die Oberhand und jubelte in Abwesenheit des ausgeschlossenen Peter Sagan und des verletzten Mark Cavendish über seinen insgesamt elften Tour-Erfolg.

Sagan-Antrag abgelehnt

Das Bora-Team von Sagan blitzte beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) unterdessen mit einem Eilantrag gegen den Ausschluss des Weltmeisters ab. Der CAS wies den am Vortag eingebrachten Einspruch des deutschen Rennstalles gegen die Jury-Entscheidung am Donnerstag ab. Eine Rückkehr von Sagan ins laufende Rennen erschien ohnehin nicht praktikabel, da seit dem Ausschluss bereits zwei weitere Etappen gefahren worden sind.

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Sagan war am Dienstag von der Rennleitung aus dem Wettbewerb genommen worden, nachdem Cavendish durch einen Ellbogenrempler von Sagan in die Balustraden gestürzt war und sich das Schulterblatt gebrochen hatte. Sagan hatte nach der Zieldurchfahrt umgehend bei Cavendish um Entschuldigung gebeten und erklärt, es habe sich nicht um Absicht gehandelt. (APA)