Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 20.07.2017


World Games

Drei Tiroler halten die Fahnen unter 4000 Athleten hoch

In den nicht-olympischen Sportarten kommen bei den World Games in Breslau olympische Gefühle auf.

Bouldert um Medaillen bei den hochkarätig besetzten World Games in Breslau: Katharina Saurwein.

© ÖRVBouldert um Medaillen bei den hochkarätig besetzten World Games in Breslau: Katharina Saurwein.



Breslau – Die Zahlen sprechen für sich: 4000 Athleten aus rund 100 Nationen wetteifern ab heute um 222 Medaillensätze! 44 davon kommen aus Österreich. Die heute im polnischen Breslau beginnenden World Games sind für viele nicht so bekannte Sportler eine seltene große Bühne. Es sind sozusagen die Olympischen Spiele der nicht-olympischen Sportarten und Disziplinen.

Mit dabei sind auch einige bekannte Athleten aus Tirol. Unter anderem Katharina Saurwein. Die 29-jährige Innsbruckerin würde morgen gerne im Boulderbewerb glänzen. Was gar nicht so einfach wird: Auf sie wartet ein sehr starkes Starterfeld, in dem unter anderem Vizeweltmeisterin Miho Nonaka (JPN) vertreten ist. „Ich bin gespannt auf den Bewerb. Es ist das erste Multi-Sport-Event, an dem ich teilnehme.“ Nach ihrem Bewerben möchte sie die Zeit nutzen, um bei anderen Sportarten zuschauen zu können und verschiedenste Athleten kennen zu lernen. Für Nicol Ruprecht ist so ein Multikulti-Sportereignis nichts Neues. Die Wörglerin kennt im Gegensatz zu vielen World-Games-Teilnehmern die Atmosphäre unter den fünf Ringen seit Rio 2016.

Die Rhythmische Gymnastik ist schließlich olympisch. Bei den World Games kommen jedoch statt dem Mehrkampf mit den Geräte-Finali andere Bewerbe zur Austragung. Und gerade da hat Ruprecht vor rund zehn Tagen in Berlin ihre besten, wertvollsten Ergebnisse erzielt.

Die Ränge vier und sechs mit den Keulen bzw. dem Reifen waren ihre ersten Weltcup-Finalplatzierungen, da möchte sie in Breslau anschließen. „Die Besetzung ist sehr gut, es sind alle starken Athletinnen von Olympia dabei“, sagte die 24-Jährige. „Mein Ziel ist, in das ein oder andere Finale zu kommen.“ Die Medaillen hängen für sie aber wohl zu hoch.

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Siegfried Mayr geht bei den World Games mit Sportarten wie Boccia und Wasserski hingegen in die Luft: Der 46-Jährige aus Hall kämpft im Segelkunstflug um Edelmetall. (su, APA)