Letztes Update am Sa, 04.08.2018 22:56

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Football

Im Finale platzte der Traum: Österreich unterlag Frankreich

Im Endspiel der American-Football-EM 2018 in Finnland platzte für Österreich beim 14:28 gegen Frankreich der Titeltraum.

© ToivonenAn Fabian Seebers Einsatz lag die österreichische Niederlage gegen Frankreich nicht.



Von Alois Moser

Vantaa – Nicht wenige hatten Österreich nach den bisherigen starken Auftritten bei der Europameisterschaft in Finnland den ganz großen Wurf zugetraut. Beim 14:28 gegen Frankreich platzte der Traum vom ersten Titel am Samstag jedoch wie eine Seifenblase.

Im Duell der beiden Taktikfüchse und ehemaligen Mannschaftskollegen Shuan Fatah und Patrick Esume zeigten sich zunächst die beiden Abwehrreihen von ihrer besten Seite. Bis Frankreich die rot-weiß-rote Defensive mit einem Pass in die Tiefe knackte und 7:0 in Führung ging.

Österreich schüttelte sich kurz, mühte sich über das Feld – am Ende sah der Lauf von Sandro Platzgummer aber einmal mehr ganz einfach aus. 7:7-Ausgleich, alles wieder offen. Mit leichten Vorteilen für Österreich, das sich zunehmend Feldvorteile erkämpfte. Ein Fumble der Franzosen mit anschließendem Turnover bereitete der österreichischen Führung durch Bernhard Seikovits (14:7) die Bahn.

Noch vor der Pause schnappte sich der Grazer Daniel Schönet den gegnerischen Quarterback Paul Durand – die Franzosen konnten um den Pfiff zur Halbzeit froh sein.

Aus der Pause kamen „Les Bleus“ jedoch stark verbessert heraus und glichen postwendend wieder aus. Und nicht nur das: Das Pendel schwang nun in Richtung Frankreich, das mit 21:14 sogar noch im dritten Viertel wiederum die Führung übernahm.

Österreich glitt das Spiel zunehmend aus der Hand, als Angriff um Angriff am gegnerischen Abwehrbollwerk scheiterte. Gegen die perfekt eingestellten „Bleus“ machten Sandro Platzgummer und Co. keinen Stich mehr. Österreich brauchte den Ball – aber Frankreich hatte ihn. Und trug ihn erneut in die Endzone: Fünf Minuten vor dem Ende stand es 14:28, Österreich vor dem Aus.

Trotz aller Bemühungen gelang die Wende dannn nicht mehr: Statt des ersten Europameistertitels musste sich Österreich wie beim Heimturnier 2014 erneut mit dem bitteren zweiten Platz begnügen.

„Wir sind natürlich sehr enttäuscht“, kommentierte Defensivmann Fabian Seeber: „Wir waren hergekommen, um den Titel zu gewinnen, aber heute hat es nicht sein sollen.“

Man habe „bis zum Ende nicht aufgegeben“, aber: „Es ist natürlich eine herbe Enttäuschung.“