Letztes Update am Fr, 07.09.2018 19:30

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Vuelta

O. Rodriguez siegte bei Vuelta-Bergankunft in La Camperona

Er habe gewusst, „die Beine dafür“ zu haben. Zu gewinnen, hätte sich Rodriguez aber vorher niemals vorstellen können.

© AFP/RiopaOscar Rodriguez freut sich über den Sieg bei der 13. Etappe der Vuelta a España.



La Camperona – Die 13. Etappe der Vuelta a España mit dem enorm steilen Schlussanstieg nach La Camperona hat am Freitag einen überraschenden Tagessieger gebracht. Der 23-jährige Oscar Rodriguez vom baskischen Wildcard-Team Euskadi Muriel feierte seinen ersten Erfolg bei einer der drei großen Radrundfahrten.

Rodriguez fuhr von hinten heran und kletterte am besten

Der Gesamtführende Jesus Herrada verlor bis zum Ziel auf 1600 m Höhe 1:45 Minuten, behielt aber das Rote Trikot vor Simon Yates (Mitchelton-Scott) und Nairo Quintana (Movistar), die sich von den Favoriten final am stärksten präsentieren. Sie fuhren mit einem Bergsprint ins Ziel noch ein wenig Zeit auf etwa Rigoberto Uran, Jon Izaguirre oder Fabio Aru heraus. Hermann Pernsteiner (Bahrain-Merida) rollte als bester Österreicher mit 3:52 Minuten Rückstand als 41. über die Ziellinie.

Als sich auf den letzten 8,3 der knapp 175 Kilometer vor den Profis eine brutal steile Rampe mit bis zu 20 Prozent Steigung auftürmte, fuhren die Kletterspezialisten Rafal Majka (POL/Bora) und der Belgier Dylan Teuns (BMC) vorne weg. Dann kam jedoch Rodriguez von hinten heran, und kletterte letztlich am besten.

Der Spanier, bisher ohne großartiges Ergebnis bei der 73. Spanien-Rundfahrt, attackierte einen Kilometer vor dem Ziel, Majka und Teuns konnten den Rhythmus nicht halten. „Ich wusste, dass ich die Beine dafür habe. Aber hier zu gewinnen, hätte ich mir vorher niemals vorstellen können“, sagte Rodriguez danach. (APA)