Letztes Update am Mo, 29.10.2018 21:16

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


EBEL

Die Haie wollen weiter ins ruhige Fahrwasser kommen

Nach dem 3:2-Sieg in Zagreb treffen die Innsbrucker Haie am Dienstag (19.15 Uhr) zu Hause auf Linz – eine Schnittpartie im Kampf um Platz sechs.

© gepaWill sich wie beim 4:3-Sieg im ersten Treffen Linz-Verteidiger Troy Rutkowski auch am Dienstag vom Leib halten – HCI-Angreifer Alex Lavoie.



Von Alex Gruber

Innsbruck – So sehr die Haie in dieser Saison bislang oft in der Defensive (56 Gegentreffer) verweilten, so vergleichsweise wenig brachte die hochkarätige Offensive der Linzer („nur“ 37 Treffer) hervor. Deswegen begegnen sich zwei höher eingeschätzte Teams – das gilt vor allem für Linz – bereits in der 15. Runde in einem wichtigen Match im Kampf um die Top sechs.

Ein Erfolgserlebnis gab es zuletzt da wie dort: Die Haie fuhren einen trockenen Auswärtssieg in Zagreb ein, die Black Wings aus Linz holten nach 0:3-Rückständen gegen Villach und Znojmo die Kastanien mit zwei 5:4-Siegen noch aus dem Feuer. „Ich bekomme aber schön langsam ein Magengeschwür, wenn wir erst bei 0:3-Rückständen ins Laufen kommen. Wir wissen, dass wir Qualität haben, aber warum brauchen wir so lange?“, schüttelte es Tirols Linz-Manager Christian Perthaler vor der Fahrt in die Heimat mit einigen Fragezeichen bereits mehrmals kräftig durch. Die Saison in der Stahlstadt gestaltet sich trotz sehr starkem Kader bislang schwierig: „Es ist sehr unruhig. Am Papier sind wir sehr stark und unsere Fans sind an einen Platz in den Top drei gewöhnt. Es hat sich im Sommer einiges bewegt. Es dauert, bis das funktioniert“, erörtert Perthaler und hofft, dass die jüngsten Erfolgserlebnisse das Werkl konstant zum Laufen bringen. Ein Wunsch, den man wegen fehlender Konstanz seit einigen Wochen auch im Haifischbecken hegt.

Neuerwerbung Michael Davies, der vier Saisonen in der DEL (Düsseldorf, Hamburg, Augsburg) absolvierte, schlug im Dress der Linzer beim 5:4 in Villach mit einem Triplepack und insgesamt fünf Scorerpunkten (zwei Assists) in seiner erst zweiten Partie ein. Dafür hinken andere wie Dan DaSilva (erst 9 Scorerpunkte) und Brian Lebler (8) den Erwartungen hinterher. Für Perthaler auch Merkmale des Drucks: „Die Lockerheit war bisher nicht da.“

Die Haie waren zu Beginn der Saison in einigen Spielen indes vielleicht sogar zu „locker“, um in der Rückwärtsbewegung auf die dringend notwendige Konzentration zu vergessen. „Vielleicht haben es nun alle im Team verstanden, wie wir gewinnen können“, lässt sich dazu auch das Zitat von Headcoach Rob Pallin nach dem Erfolg in Zagreb deuten. Im Wissen, dass man mit Fahrlässigkeit gegen einen Titel(mit)favoriten wie Linz heute auch ganz schnell wieder bitter „einfahren“ könnte.

Lubomir Stach kehrt ins Aufgebot zurück, Sacha Guimond könnte in der zweiten Wochenhälfte sein Comeback geben. Im Vollbesitz aller Kräfte droht dann einem Legionär gegen Fehervar (Samstag) oder Villach (Sonntag) ein Platz auf der Tribüne. Für eine Schaffenspause bleibt somit absolut keinem Zeit. Alex Lavoie (Tor und Assist in Zagreb) und Levko Koper (Tor in Graz) schrieben am vergangenen Wochenende an, drei Powerplay-Tore in Kroatien hievten die Haie in diesem Ranking auf Platz zwei (28,8 %). Für einen Sieg gegen Linz und den Sprung über den Strich braucht man viele gute Zutaten.

Erste Bank Eishockeyliga

1.Vienna C.14 50:3235

2.Graz14 54:4028

3.RB Salzburg14 62:4127

4.HC Bozen14 40:3127

5.KAC13 37:2524

6.Linz14 37:4420

7.HC IBK14 50:56 18

8.Fehervar14 46:5817

9.Dornbirn14 37:3916

10.Zagreb 13 31:4813

11.Villach14 34:4512

12.Znojmo14 33:5212




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