Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 04.04.2019


Volleyball

Die Alpenvolleys wollen nur keine Fragezeichen aufkommen lassen

Heute (18.30 Uhr, live Sport 1) können die Hypo Tirol Alpenvolleys Unterhaching gegen Herrsching den Aufstieg ins Halbfinale fixieren.

Hypo-Angreifer Hugo (r.) will heute den zweiten Sieg im bayerischen Derby fixieren.

© Forcher/AlpenvolleysHypo-Angreifer Hugo (r.) will heute den zweiten Sieg im bayerischen Derby fixieren.



Von Daniel Suckert

Innsbruck – Viele Chancen hat man den bayerischen Gästen aus Herrsching beim Play-off-Heimspiel am Wochenende nicht gelassen. Der 3:0-Erfolg war alles andere als knapp. Darum wollen die Alpenvolleys auch heute Abend gleich den ersten Matchball nützen. Dass man das Rückspiel in der eigenen Halle in Unterhaching spielen darf, stellt einen weiteren Vorteil dar.

„Es wird ein richtig heißer Tanz“, erklärte Kapitän Dougi da Silva mit großer Vorfreude im Hinblick auf den zweiten Viertelfinal-Auftritt. „Die Halle in Unterhaching ist ausverkauft und die Stimmung sehr emotional.“ Wie es sich für ein bayerisches Derby gehört.

Zweieinhalb Jahre ist es schon wieder her, da gastierten die Herrschinger erstmals in Innsbruck. In der USI-Halle duellierte man sich damals mit Frankfurt. Da die eigene Halle bei Play-off-Spielen nicht zugelassen ist, wich man in die Tiroler Landeshauptstadt aus. Ein erster Kontakt mit der deutschen Liga – im Jahr 2019 sind die Hypo-Volleyballer selbst am Start gegen den „geilsten Club der Welt“ und stehen vor dem neuerlichen Aufstieg ins Halbfinale.

An dem zweifelt auch so gut wie niemand mehr. Zu dominant war der Auftritt der heimischen Akteure am glänzenden Parkett in Spiel eins. Auf die leichte Schulter darf man das Derby trotzdem nicht nehmen. Der „geilste Club der Welt“ hat nichts mehr zu verlieren und kann mit einer risikoreichen Spielweise durchaus noch gefährlich werden.

Trotzdem hat Libero Florian Ringseis schon vor dem ersten Aufschlag die dunkelblaue Marschrichtung ausgegeben: „Wir gehören ins Halbfinale.“ Dort wird dann wahrscheinlich Meister Berlin warten. „Da ist dann alles möglich.“

Auch wenn der dritte Platz des Vorjahres das ausgegebene Ziel war, der Finaleinzug ist die heimliche Zielsetzung der Innsbrucker. Dafür hat man im Grunddurchgang zu starke Auftritte gesehen und die Tabellenführung zu lange innegehabt.

Zuvor gilt es aber die Pflicht zu erfüllen. Und das vor einer vollen Hütte. Die gab es in Innsbruck erneut nicht. Gerade einmal 800 Zuschauer fanden am Wochenende den Weg in die Olympiahalle. Der ausverkaufte Hexenkessel in der Bayernwerk Sportarena in Unterhaching dürfte eine zusätzliche Motivation für Dougi da Silva und Co darstellen. Detail am Rande: Der deutsche Privatsender Sport 1 überträgt das Rückspiel.