Letztes Update am Mo, 08.04.2019 15:08

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Doping-Skandal

Deutscher Sportarzt sitzt weiterhin in Untersuchungshaft

Über einen Antrag auf Entlassung aus der Untersuchungshaft hat die zuständige Richterin noch nicht entschieden. Der Haftprüfungstermin fand bereits am Donnerstag statt.

Die Praxis des Sportarztes Mark S.

© dpa-ZentralbildDie Praxis des Sportarztes Mark S.



München – Der hauptverdächtige Sportarzt in einem internationalen Doping-Skandal ist nach wie vor in Untersuchungshaft. Über einen Antrag auf Entlassung aus der Untersuchungshaft habe die zuständige Richterin noch nicht entschieden, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München I am Montag mit. Der sogenannte Haftprüfungstermin hatte am Donnerstag stattgefunden.

Der deutsche Sportmediziner Mark S. soll angeblich Drahtzieher eines mutmaßlichen Doping-Netzwerkes sein, das während der Nordischen Ski-WM im Februar in Seefeld aufgeflogen war. Nach bisherigen Angaben der Ermittler sollen 21 Sportler aus acht Ländern und fünf Winter- und Sommersportarten verbotenes Eigenblut-Doping betrieben haben. Inzwischen sitzen fünf Beschuldigte in U-Haft, wie die Sprecherin der Staatsanwaltschaft weiter sagte. Eine mutmaßliche Helferin sei inzwischen von Österreich nach Deutschland ausgeliefert worden. (APA/dpa)