Letztes Update am Sa, 01.06.2019 20:31

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Tennis

Zverev überstand Fünfsatz-Kampf gegen Lajovic, Serena Williams raus

Der Deutsche trifft im Achtelfinale nun auf Fognini. Tsitsipas rang Krajinovic nieder und muss nun gegen Wawrinka ran.

Mit viel Mühe ins Achtelfinale eingezogen: Alexander Zverev.

© AFPMit viel Mühe ins Achtelfinale eingezogen: Alexander Zverev.



Paris – Alexander Zverev hat am Samstag die dritte Runde bei den French Open in Paris mit viel Mühe gemeistert. Der Genf-Sieger rang den als Nummer 30 gesetzten Serben Dusan Lajovic nach 3:03 Stunden bei erstmals sommerlichen Temperaturen 6:4,6:2,4:6,1:6,6:2 nieder. Zverev hatte auch schon in Runde eins gegen John Millman (AUS) über die volle Distanz gehen müssen.

„Dusan ist ein unglaublicher Spieler. Es war ein sehr schweres Match. Ich bin einfach froh, dass ich weiter bin“, erklärte Zverev, der nicht weniger als 14 Doppelfehler (!) und 55 unerzwungene Fehler beging. Am Ende wird ihm das wohl egal sein, aber gegen den als Nummer neun gesetzten Fabio Fognini wird er sich steigern müssen.

Der als Nummer 5 gesetzte Deutsche, der im Vorjahr mit dem Viertelfinale in Roland Garros sein bisher bestes Grand-Slam-Resultat geschafft hatte (Dreisatz-Aus gegen Dominic Thiem), bekommt es nun im Viertelfinale mit dem Monte-Carlo-Sieger zu tun.

Angeschlagener Fognini weiter

Der Italiener benötigte gegen Roberto Baustista Agut (ESP-18) noch sieben Minuten länger, ehe er sich mit 7:6(5),6:4,4:6,6:1 durchsetzte. Fognini musste im dritten Satz eine Behandlungsauszeit nehmen und ließ sich seinen rechten Knöchel neu tapen. Obwohl er den Satz abgeben musste, war er dann aber doch wieder Herr der Lage.

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Stefanos Tsitsipas verhinderte nur mit Mühe einen fünften Satz gegen den Serben Filip Krajinovic. Das am Vortag bei 5:5 im dritten Satz abgebrochene Match erhielt beinahe noch eine Wende, der als Nummer 6 gesetzte Grieche besiegte den Außenseiter aber noch mit 7:5,6:3,6:7(5),7:6(6). Er wehrte im vierten Satz auch einen Satzball von Krajinovic ab.

Tsitsipas schreibt Geschichte

Tsitsipas kürte sich damit zum ersten Griechen seit 83 (!) Jahren, der das Achtelfinale in Roland Garros erreicht hat. Damals war Lazaros Stalios (1936) so weit gekommen. „Es ist wirklich schwierig, wenn du einen Tag später weitermachen musst. Das geht sehr an die Psyche“, meinte ein erleichterter Tsitsipas.

Der erst 20-jährige Weltranglisten-Sechste trifft nun in einem echten Hit auf den dreifachen Grand-Slam-Sieger Stan Wawrinka (SUI). Der Eidgenosse hatte in der am Vortag wegen Dunkelheit abgebrochenen Partie gegen den Bulgaren Grigor Dimitrow mit einer 2:0-Satzführung übernachtet. „Stan the man“ siegte letztlich mit dreimal 7:6, im dritten Durchgang musste Wawrinka nicht weniger als fünf Satzbälle (2:6-Rückstand im Tiebreak) abwehren.

Topgesetzte Osaka und Serena Williams gescheitert

Das Damenturnier bei den mit 42,66 Mio. Euro dotierten French Open in Paris ist vom Namen her nun auch seinen größten Star schon vor der zweiten Woche los. Die als Nummer 10 gesetzte Serena Williams, die weiter ihrem 24. Grand-Slam-Rekordtitel nachjagt, musste sich ihrer Landsfrau Sofia Kenin mit 2:6,5:7 beugen.

Schon im Vorjahr war Roland Garros nach ihrer Babypause das schwächste der drei gespielten Grand Slams, als sie im Achtelfinale ausgeschieden war. Williams erreichte dann aber in Wimbledon und bei den US Open das Endspiel und dieses Jahr in Melbourne das Viertelfinale. Ihre Jagd auf den Rekord von Margaret Court (24 Majorsiege) muss sie nun auf Wimbledon verschieben.

Nach Naomi Osaka (WTA-Nr. 1), Karolina Pliskova (CZE-2) und der erkrankten Kiki Bertens (NED-4) ist von den Top 4 nun nur noch Titelverteidigerin Simona Halep im Bewerb. Auch die als Nummer 5 gesetzte Wimbledonsiegerin Angelique Kerber aus Deutschland sieht Paris nur noch von der Ferne.

Titelverteidigerin Simona Halep spazierte im Westen der Seine-Stadt ins Achtelfinale. Die Ukrainerin Lesia Zurenko war in nur 55 Minuten auf verlorenem Posten, Halep war beim 6:2,6:1 souverän. Sie trifft nun entweder auf Olympiasiegerin Monica Puig (PUR) oder Iga Swiatek aus Polen.

Die topgesetzte Naomi Osaka ist am Samstag in der dritten Runde der mit 42,66 Mio. Euro dotierten French Open ausgeschieden. Die Japanerin, die zuletzt sensationell die US Open und die Australian Open in Folge gewonnen hatte, unterlag der ungesetzten Tschechin Katerina Siniakova nach 77 Minuten mit 4:6.2:6. Unabhängig davon bleibt die 21-Jährige aber auch nach Paris Nummer 1 der Tennis-Damen.

Osaka hatte sich auch schon in Runde eins gegen Anna Karolina Schmiedlova (SVK) beim 0:6,7:6(4),6:1 sowie gegen Viktoria Asarenka (BLR), als sie mit 4:6,7:5,6:3 gewann, sehr schwergetan. Osaka hat damit auch bei ihren vierten French Open die zweite Turnierwoche nicht erreicht, 2017 und 2018 kam jeweils gleich zum Auftakt das Aus, vor drei Jahren scheiterte sie ebenfalls in Runde drei. (APA)