Letztes Update am Fr, 14.06.2019 11:40

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Formel 1

Ferrari-Teamchef: Vettel nach Ärger in Kanada „stärker als zuvor“

Ferrari verzichtete auf einen Protest gegen die 5-Sekunden-Strafe Vettels in Montreal. Durch neue Beweise will die Scuderia die Rennkommissare dazu bewegen, das ganze Verfahren neu aufzurollen.

Die Wut im Bauch soll Sebastian Vettel auf der Rennstrecke beflügeln.

© AFPDie Wut im Bauch soll Sebastian Vettel auf der Rennstrecke beflügeln.



Maranello – Ferrari-Teamchef Mattia Binotto erwartet nach dem Ärger um den aberkannten Kanada-Sieg kein Motivationsloch bei Sebastian Vettel. „Ich kenne Sebastian und glaube, dass er daraus noch stärker als zuvor hervorgehen wird“, sagte der 49-Jährige dem italienischen TV-Sender Rai. Zuvor hatte die Scuderia entschieden, anders als angekündigt auf einen formellen Protest beim Weltverband FIA gegen die Fünf-Sekunden-Strafe für Vettel beim Rennen in Montreal zu verzichten. Vettel hatte dadurch den Grand-Prix-Sieg verloren.

Stattdessen will Ferrari nun mit neuen Beweisen die Rennkommissare dazu bewegen, das Verfahren neu aufzurollen. Der führende Vettel war am vergangenen Sonntag in der 48. Runde mit seinem Auto aufs Gras gekommen und hatte bei der Rückkehr auf die Strecke Verfolger Lewis Hamilton im Mercedes nah an eine Mauer gedrängt.

Das Team sei nach Auswertung aller Bilder und Daten „überzeugt davon, dass es keine Fehler gegeben hat“, beteuerte Binotto. Vettel habe zwar gepatzt, als er von der Strecke abgekommen sei. Danach aber habe er „lediglich versucht, den Wagen wiederzugewinnen, langsamer zu werden, auf sicherstem Weg auf die Fahrbahn zurückzukommen“.

Laut Artikel 14.1.1 des Sport-Regelwerks der FIA hat Ferrari nun noch bis zum Rennen in Frankreich am 23. Juni Zeit, neue Beweise in der Sache vorzulegen und so die Streckenrichter zu einer Neubewertung der Situation zu bewegen.

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Der Vorfall hatte eine heftige Diskussion über den Strafenkatalog und die Qualifikation der Rennkommissare ausgelöst. Vettel hatte das aktuelle Reglement der Formel 1 kritisiert und gesagt: „Das ist nicht der Sport, in den ich mich verliebt habe.“ (dpa)