Letztes Update am Mo, 22.07.2019 09:07

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


SChwimm-WM

Reitshammer schwamm deutlich am Halbfinale vorbei

In 54,94 Sekunden landete der Tiroler Bernhard Reitshammer über 100 m Rücken nur auf dem 29. Rang. Marlene Kahler unterbot über 1.500 m Kraul hingegen erneut die Olympic Qualifying Time.

Bernhard Reitshammer konnte mit seinem ersten WM-Auftritt nicht zufrieden sein.

© gepaBernhard Reitshammer konnte mit seinem ersten WM-Auftritt nicht zufrieden sein.



Gwangju – Die Steirerin Caroline Pilhatsch ist am Montag bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Gwangju in Südkorea über 100 m Rücken mit dem österreichischen Rekord von 1:01,07 Min. auf Vorlaufrang 20 gekommen. Den Aufstieg ins Semifinale verpasste die 20-Jährige um vier Plätze bzw. 41/100 Sek. Platz 19 mit erneutem Unterbieten der Olympic Qualifying Time gab es für Marlene Kahler über 1.500 m Kraul.

„Ich wollte das Limit unbedingt schwimmen, und habe es geschafft. Das ist schon super“, kommentierte Kahler ihre Marke von 16:32,00 Min. Damit blieb sie zwar 0,20 Sek. über ihrer Ende März fixierten persönlichen Bestzeit, aber 0,04 Sek. unter der Qualifikationsnorm für Tokio 2020. „Ich bin nach 700 m schon alleine geschwommen. Da kann man sich nicht orientieren“, sagte die 18-Jährige über ihr Rennen. Das Olympia-Limit strebt sie auch über 800 m Kraul an.

Pilhatsch drückte ihre am 6. April in Bergen/Norwegen fixierte bisherige nationale Bestleistung um 13/100 Sek. Vom angestrebten Olympia-Fixticket ist die Rückensprint-Vizeweltmeisterin auf der Kurzbahn noch 82/100 entfernt. „Es ist wieder ein Schritt nach vorne. Neuer österreichischer Rekord bei der WM ist schon cool“, meinte die 20-Jährige. „Das Rennen war ganz okay, beide Längen eigentlich.“ Den Semifinal-Einzug möchte die Grazerin über 50 m Rücken nachholen.

Reitshammer startete zu schnell

Nicht nach Wunsch lief es für Bernhard Reitshammer über 100 m Rücken. Bei seinem ersten von fünf WM-Einsätzen war der Tiroler in 54,94 um 1,04 Sek. langsamer als er es Ende April in Graz gewesen war. Damals hatten nur 0,05 Sek. auf das Olympia-Ticket gefehlt, und diese Zeit hätte diesmal für das Semifinale gereicht. So wurde es bloß Rang 29. „Ich bin am Anfang mit viel zu hoher Frequenz ins Rennen gegangen. Am Ende war die Kraft weg“, erklärte der 25-Jährige.

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Am Dienstag sind Reitshammer im nicht-olympischen Brust-Sprint, Kahler über 200 m Kraul sowie Auböck über 800 m Kraul im Einsatz. Da will sich der 22-Jährige für die Enttäuschung über 400 m Kraul (13.) rehabilitieren, auf Angriff schwimmen und das Olympia-Limit knacken: „Nicht nur mitschwimmen, sondern das Rennen mitbestimmen. Ich muss mich auf meine Stärken verlassen und gleich von Anfang an Druck machen. Jetzt heißt es Augen zu und durch.“ (APA)