Letztes Update am Sa, 27.07.2019 22:05

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Voltigieren

„Wir feiern WM-Silber, als ob es Gold wäre“

Das Voltigier-Nachwuchs-Team aus Seefeld glänzte bei seiner ersten WM-Teilnahme.

© BachbauerDas Voltigier-Nachwuchs-Team aus Seefeld glänzte bei seiner ersten WM-Teilnahme.



Pferd Don Rud­i läutete die Siegerrunde leider etwas zu früh ein. Zwölf Sekunden vor Ende der abschließenden Kür gestern gab der Wallach zu viel Gas, die Seefelde­r Junioren-Gruppe geriet beim Voltigieren auf seinem Rücken aus dem Tritt und konnte das letzte Akrobatik-Highlight nicht mehr zeigen. Das aufstrebende Team verlor damit das zum Greifen nahe Gold bei der Weltmeisterschaft in Ermelo wahrlich in den letzten Sekunden.

Bis nach der zweiten Prüfung von insgesamt drei war die Mannschaft von Longenführerin Martin­a Seyrling bei ihren ersten internationalen Titelkämpfen auf Weltmeisterkurs gelegen. Am Samstag platzte der Traum für Jana Jakober, Nina und Lena Bachbauer, Sophie Pittl, Clara Ludwiczek und Georg Gabl um 68 Tausendstel mit der Endpunktzahl von 7,972. Es gewann Deutschland mit 8,040 Punkten. „Das ist Pferde­sport“, sagte Trainerin Seyrling zum Patzer des Wallachs und hob hervor, dass die Mannschaft bis dahin eine Traumkür gezeigt habe. Seyrling: „Deswegen feiern wir die Silbermedaille, als ob es Gold wäre.“ Sie freute sich zudem noch über den fünften Platz von Jakober im Einzel.

Noch einmal Silber gab es am Abend zuvor im Nationenpreis bei der EM in der allgemeinen Klasse am selben Ort. (su)




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