Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 31.08.2019


Doping

Zwei heimischen Sommersportlerinnen droht Doping-Ungemach

Nach der Aufregung bei der Nordischen WM in Seefeld gibt es nun im Lager der rot-weiß-roten Sommersportler einen Dopingverdacht.

Symbolbild.

© gepaSymbolbild.



Aus Tokio: Florian Madl

Tokio – Eben noch löste die Operation Aderlass, eine konzertierte Ermittlung deutscher und österreichischer Behörden, den heimischen Wintersport auf. Bekanntlich führte eine Razzia während der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft in Seefeld zu Sperren einiger Dopingsünder und zur Aufdeckung eines einschlägigen Rings.

Nun droht aber zwei heimischen Sommersportlerinnen Ungemach: Anomalien im Blutbild deuten auf „likely doping“, also Dopingverdacht, hin. Eine der beiden hatte das Ziel Olympische Spiele in Tokio ins Auge gefasst, die andere beendete ihre Karriere bereits. Die beiden Sportlerinnen seien über den Sachverhalt bereits informiert worden. In beiden Fällen waren nicht positive Dopingproben Grund für die Verdachtsmomente, sondern der indirekte Nachweis. Der seit Jahren verpflichtende „Blutpass“ zur Erhebung ungewöhnlicher Veränderungen im Lauf der Zeit, etwa der physiologisch nicht erklärbare Anstieg eines Werts, kann eine Untersuchung der jeweiligen Anti-Doping-Agentur einleiten.

Dieser Vorgang wurde in den oben angeführten Fällen bereits in Gang gesetzt, die Nationale Anti-Doping-Agentur wollte sich auf Nachfrage dazu (noch) nicht äußern.

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