Letztes Update am So, 22.01.2017 16:45

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Biathlon

Norweger Bö gewinnt Massenstart in Antholz, Eberhard Neunter

Der Weltmeister sorgte für ersten Saisonsieg der Norsker, Martin Fourcade landete auf Platz fünf.

Johannes Thingnes Bö triumphiert in Südtirol.

© gepaJohannes Thingnes Bö triumphiert in Südtirol.



Antholz – Weltmeister Johannes Thingnes Bö hat am Sonntag in Antholz nach fehlerfreiem Schießen den Massenstartbewerb der Biathleten über 15 km gewonnen. Der Norweger siegte im Zielsprint vor dem Franzosen Quentin Fillion-Maillet (+3,7 Sek.), Dritter wurde der Russe Anton Schipulin (21,7/1). Der erkrankt gewesene Salzburger Julian Eberhard hielt sich mit zwei Schießfehlern als Neunter (+59,2) gut.

Sein Tiroler Landsmann Lorenz Wäger wurde im 30er-Feld 3:27,7 Minuten zurück 29. (3 Strafrunden). Der französische Saison-Dominator Martin Fourcade (29,2) landete nach drei Strafrunden hinter Emil Hegle Svendsen (25,2/2) auf Rang fünf. Dieser rundete die starke Leistung der norwegischen Herren bei deren ersten Saisonsieg ab, von Bö durch die einzige fehlerfreie Schießleistung im gesamten Feld fixiert.

Eberhard passierte in den beiden Liegendschießen je ein Fehler, stehend blieb er aber zweimal makellos. Das ermöglichte es ihm, mit guter Laufleistung von Rang 18 aus zur Renn-Halbzeit noch unter die Top Ten zu kommen. Ein derartiger Spitzenplatz in einer Konkurrenz mit vier Stopps am Schießstand ist für den Sprintsieger von Oberhof auch in Hinblick auf die WM im Februar in Hochfilzen erfreulich.

„Ich wusste schon vor dem Start, dass es nach dem überstandenen Darminfekt nur über eine gute Leistung am Schießstand funktionieren kann“, erklärte Eberhard unmittelbar nach dem Rennen. „Ich habe bereits nach den ersten Metern gemerkt, dass ich super schnelle Ski habe und war deshalb sehr zuversichtlich. Dennoch konnte ich läuferisch heute nicht an meine Grenzen gehen.“ Für ihn geht es nun in die WM-Vorbereitung.

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Damen-Staffel auf Platz neun

Die Weltcupbewerbe in Antholz sind am Sonntag mit dem Sieg der deutschen Damen-Staffel über 4 x 6 km vor Frankreich (+24,2 Sekunden) und Italien (33,4) zu Ende gegangen. Österreichs Team mit Dunja Zdouc, Lisa Theresa Hauser, Fabienne Hartweger und Christina Rieder hielt sich gut, wie zehn Tage zuvor in Ruhpolding gab es Rang neun. Der Rückstand auf die Deutschen betrug 1:48,1 Minuten.

Dabei war das bisher beste Abschneiden einer ÖSV-Damen-Staffel zum Greifen nah gewesen. Das wurde am 7. Jänner 2015 in Oberhof mit Platz acht markiert. Diesmal war ÖSV-Schlussläuferin Christina Rieder nach dem letzten Schießen als Sechstplatzierte in die Loipe gegangen, musste aber im Finish noch drei Konkurrentinnen passieren lassen. Über eine Verbesserung der Laufleistung scheint auch eine weitere Steigerung möglich.

Auf dem Schießstand klappte es in Südtirol hingegen sehr gut. Die Österreicherinnen blieben ohne Strafrunde und mussten nur fünfmal nachladen. Zdouc hatte nach zwei Fehlschüssen und Zwischenrang vier als Zwölfte übergeben, Hauser arbeitete sich auf Position sieben vor, Hartweger holte sogar drei weitere Ränge auf, Rieder musste von Platz vier aus trotz ebenfalls guter Schießleistung aber noch fünf andere Staffeln passieren lassen.

Die Deutschen mit Vanessa Hinz, Maren Hammerschmidt, Franziska Hildebrand und Laura Dahlmeier gaben die in der zweiten Runde übernommene Führung trotz insgesamt zwölf Nachladern nicht mehr ab. Kein anderes der 23 Teams war treffsicherer als die Österreicherinnen, die fünftplatzierten Russinnen hatten ebenfalls nur fünf Fehlschüsse (APA)