Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 10.10.2017


EBEL

Der neue Hai im Becken bleibt noch namenlos

Der HC Innsbruck steht kurz vor der Verpflichtung eines Offensiv-Spielers – auf Lubomir Stach ruhen die Powerplay-Hoffnungen.

© gepaAuch bei der 1:3-Niederlage am Sonntag gegen Villach gab es intensive Duelle - der einzige Haie-Torschütze Kevin Wehrs (l.) und Villachs Robert Flick hatten sich besonders lieb.



Von Tobias Waidhofer

Innsbruck – Viel ging nicht mehr am Sonntagabend in der Tiwag-Arena. „Wir waren fast ausverkauft“, freute sich Vorstand Norbert Ried. „Da merkt man, was Eishockey in Innsbruck auslösen kann.“ 2700 Fans waren gekommen, um ihre Haie auch gegen Villach zum Sieg zu treiben. Das gelang bei der 1:3-(0:2, 0:1, 1:0)-Niederlage leider nicht nach Wunsch.

Was auch am eigenen Überzahlspiel lag, erst im siebten Versuch gelang durch Verteidiger Kevin Wehrs ein Treffer. „Daran müssen wir sicher massiv arbeiten“, weiß Ried. „Im Endeffekt fehlt Lubomir Stach.“

Der tschechische Verteidiger, der seine Stärken auch in der Offensive und besonders im Überzahlspiel hat, würde dem Haie-Powerplay ohne Frage zusätzliche Würze verleihen. Kommende Woche soll der 31-Jährige nach seiner Knieverletzung wieder langsam mit dem Eis-Training beginnen. „Aber wir haben keinen Druck. Mir ist es lieber, er ist in der entscheidenden Phase der Meisterschaft fit“, erklärt Ried.

Apropos Fitness. Die ist Fabio Schramm abhandengekommen. Er muss mit einem gebrochenen Arm vier bis sechs Wochen pausieren. Ein Ersatz steht ante portas. „Es sieht gut aus. Die Verhandlungen sind weit fortgeschritten.“ Einen Namen wollte Ried gestern zur Mittagsstunde noch nicht nennen. „Jesse Mychan hätten wir nicht nachbesetzt. Nach der Verletzung von Fabio ist die Kaderdecke aber relativ dünn. Wir müssen reagieren.“ Dem Vernehmen nach haben die Haie die Wahl zwischen einem Techniker und einem körperlich starken Arbeiter der Marke Mario Lamoreux. Die Spuren führen jedenfalls ins europäische Ausland. Was Vorstand Norbert Ried am meisten freut, ist nicht der starke vierte Platz, sondern die Entwicklung der „Jungen“: „Schramm hat sich super in die Mannschaft integriert. Huber und Nußbaumer sind absolut ligatauglich. Und Teschauer sowie Paulweber haben einen enormen Sprung gemacht“, lobt der Haie-Vorstand.