Letztes Update am Mi, 07.02.2018 16:41

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Olympia 2018

Fettner und Hayböck stark, Kraft bremsten die „müden Haxen“

ÖSV-Cheftrainer Heinz Kuttin nominierte für den Bewerb von der Normalschanze Stefan Kraft, Gregor Schlierenzauer, Michael Hayböck und Manuel Fettner. Clemens Aigner muss zuschauen.

© EPAViel Licht, wenig Schatten: Manuel Fettner fühlte sich am Olympia-Bakken auf Anhieb wohl.



Pyeongchang – Michael Hayböck und Manuel Fettner präsentierten sich am ersten Trainingstag auf der Olympia-Normalschanze stark. Medaillenhoffnung Stefan Kraft fand sich am Mittwoch auf dem kleinen Bakken in Alpensia noch nicht so gut zurecht. Einen hervorragenden Eindruck hinterließ am Tag vor der Qualifikation für den Samstag-Bewerb hingegen Titelverteidiger Kamil Stoch.

Der Pole verzichtete nach den Rängen zwei, eins und drei wie sein ebenfalls immer im Spitzenfeld gelandeter Teamkollege Dawid Kubacki auf den zweiten Übungsblock am Abend. In diesem zeigte indes der mäßig gestartete Hayböck sehr stark auf. Der Oberösterreicher gewann einen Durchgang und landete danach an der zweiten Stelle. Den letzten Sprung ließ dann auch er aus. Im zweiten Trainingsteil waren auch die davor nicht angetretenen Norweger Johann Andre Forfang und Robert Johansson durchwegs vorne dabei.

Kraft sprang konstant an den Top Ten vorbei

Fettner war in der ersten Session mit den Rängen sechs, zwei und acht konstant ins Spitzenfeld gekommen. Die anderen vier ÖSV-Athleten waren da noch nicht unter den Besten zu finden gewesen. „Die Vormittagseinheit war richtig gut, jetzt ist mir ein bisschen das Gas ausgegangen. Aber es passt ganz gut“, sagte Fettner. Mit einem vierten Rang zeigte der Routinier auch später noch einen weiteren sehr guten Versuch. „Der Grundsprung ist wieder besser, da ist man gleich wieder konkurrenzfähig und das Ganze macht auch wesentlich mehr Spaß.“

Kraft kam hingegen noch nicht auf Touren. In insgesamt fünf Versuchen landete der Doppelweltmeister kein einziges Mal in den Top Ten. „Das hat noch nicht ganz zusammengepasst. Ich habe mir noch ein wenig schwergetan, vielleicht steckt der lange Flug noch ein bisschen in den Haxen“, sagte der Salzburger, der sich aber keine Sorgen macht. „Einen Tag haben wir ja noch, dass ich mich richtig darauf einstelle.“

Aigner schaut zu

Gregor Schlierenzauer schaffte es als Siebenter und Zehnter zweimal ins Vorderfeld. „Ich bin Sprung für Sprung besser hineingekommen. Es fehlt wirklich nicht mehr viel, den allerletzten Kick mitzunehmen, das gilt es in den nächsten Tagen zu finden und zu machen“, betonte der Weltcuprekordsieger. Der Ex-Weltmeister gab an, keinen Jetlag zu verspüren und topfit zu sein. „Ich bin voll motiviert, voller Vorfreude und mir geht es körperlich sehr gut.“

Clemens Aigner gelang bei seinem besten Versuch ein 15. Rang. Der Tiroler wurde von Cheftrainer Heinz Kuttin nicht für die Qualifikation am Donnerstag nominiert.

Die Tageshöchstweite erzielte der Deutsche Andreas Wellinger mit 110,5 Metern im dritten von sechs Durchgängen. Top-Favorit Stoch kam bei seinem weitesten Satz auf 108,5, Hayböck auf 108. (APA)