Letztes Update am Do, 04.10.2018 08:39

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


EBEL

Ruf nach dreckigen Toren bei den Haien wird lauter

Nach nur einem Sieg in den ersten sechs Saisonspielen steigt der Druck auf den HCI. Topscorer John Lammers wird dennoch nicht bange.

© gepaJohn Lammers liefert bei den Haien konstant.



Innsbruck – Nach der knappen 2:3-Heimniederlage gegen Bozen haderten die Innsbrucker Haie in der Erste Bank Eishockey Liga am Dienstagabend auch ein wenig mit Glücksgöttin Fortuna. „Man kriegt im Leben nicht immer das, was man will. Ich wollte heute bis 7 Uhr schlafen, aber mein Sohn Nicolas (3 Jahre alt, Anm.) hat mich schon um 6 geweckt“, zeigte sich HCI-Torjäger John Lammers als Familienvater geerdet.

Der 32-jährige Routinier weiß nach bereits neun Scorerpunkten, dass der Teufel im Haifischbecken in dieser Saison auch im Detail steckt. „Ich finde, wir werden von Spiel zu Spiel besser und haben gegen Bozen ein gutes Match gezeigt. Wir brauchen halt auch einmal solche Tore wie Bozen beim 3:2“, spielt Lammers darauf an, dass man einerseits selbst mehr schießen müsse und sich andererseits auch nicht für die schmerzvolle Arbeit vor dem gegnerischen Tor zu schade sein darf. Dass Bozen nach der Führung im letzten Drittel eine Art „Catenaccio“ aufgezogen hat, kommentierte Lammers trocken: „Sie haben mit ihrer starken Defensive gespielt wie beim Fußball.“

Trotz der fünften Saison­niederlage (die dritte mit nur einem Tor Unterschied) und nur einem Sieg aus den ersten sechs Spielen ist sich der Kanadier sicher: „Wir haben die Spieler und das Potenzial, die Situation umzudrehen.“ In Znojmo (Samstag) muss ein Sieg her. (lex)