Letztes Update am Fr, 12.10.2018 19:23

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ski Alpin

Reichelt wird nach Zehenbruch für Rennen in Lake Louise fit

Den Trainingsrückstand will der ÖSV-Routinier in den kommenden Wochen aufholen. Für die Jänner-Klassiker hofft Reichelt, in Topform zu sein.

© gepaEva-Maria Brem und Bernadette Schild nahmen Hannes Reichelt bei der ÖSV-Einkleidung in die Mitte.



Salzburg – Ski-Routinier Hannes Reichelt wird für seinen Saisonaufakt Ende November in Lake Louise bereit sein. Der 38-jährige Speed-Star steht nach ausgeheiltem Großzehenbruch seit einem Monat wieder auf Ski, das verpasste Übersee-Training tut dem Salzburger aber weh. „Natürlich habe ich einen Trainingsrückstand gegenüber meinen Kollegen und Konkurrenten. Da verändert sich die Zielsetzung.“

Beim Fußballspielen im Juli passierte das Missgeschick am rechten Fuß. „Es war eine Absplitterung, die Kapsel war ziemlich beleidigt. Beim Skischuhreinschlüpfen bevor ich nach Chile fliegen sollte, sind mir die Tränen gekommen, so weh hat das getan. Die Heilung hat länger gedauert, als ich mir gedacht hatte. Ich habe acht Wochen gebraucht, bis ich wieder in einen Skischuh reingekommen bin. Beim Skifahren jetzt passt es wieder, das ist sehr wichtig“, sagte Reichelt am Freitagabend auf einem Medientermin des ÖSV in Salzburg.

Jetzt gelte es, den Trainingsrückstand so schnell wie möglich aufzuholen, erst dann werde er Saisonziele formulieren. „Natürlich ist da die Weltmeisterschaft, aber zuvor muss ich schauen, dass ich in Schwung komme. Wenn ich weiß, dass ich mit den Jungs im Training auf Augenhöhe bin, dann kann man mehr über Ziele reden. Im Moment heißt es viel arbeiten. Aber wenn ich in Richtung Jänner in Form bin, dann passt es gut.“

Tipps von Teamkollege Baumann

Die Einschätzung, wie viel er durch das verpasste Chile-Training verloren habe, falle ihm schwer. „Vom Material her ist es ein Nachteil. Aber da habe ich das Glück, dass Romed (Baumann) die gleiche Skimarke (Salomon/Anm.) und den gleichen Servicemann hat, und der doch einiges rausgefunden hat. Wenn ich den nicht hätte, wäre es noch schlimmer. Ich muss an dem arbeiten, was er gesagt hat, das gut funktioniert.“

Bis Lake Louise werde es sich auf jeden Fall ausgehen, aber eine Situation wie gegenwärtig auf den Gletschern helfe ihm natürlich nicht. „Ich hoffe, dass ich in Copper Mountain gute Bedingungen habe. Da kann man viel rausholen“, meinte der Gewinner von 13 Weltcuprennen und Super-G-Weltmeister von 2015. (APA)