Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 25.10.2018


EBEL

Import auf der Tribüne? Die See rund um die Haie bleibt noch rau

Die Kaderpolitik beim HC Innsbruck liefert auch in den kommenden Tagen genügend Gesprächsstoff. In der Legionärsfrage werden Antworten gesucht.

Sind vorerst „nur“ auf Probe bei den Innsbrucker Haien engagiert – Goalie Janne Juvonen und Verteidiger Jonathan Carlsson (r.).

© gepaSind vorerst „nur“ auf Probe bei den Innsbrucker Haien engagiert – Goalie Janne Juvonen und Verteidiger Jonathan Carlsson (r.).



Von Alex Gruber

Innsbruck – Vor dem schweren Auswärtsdoppel in Graz (Freitag) und Zagreb (Sonntag) fällt bei den Innsbrucker Haien weiterhin Sacha Guimond verletzungsbedingt aus. Noch hat der 27-jährige Kanadier von der medizinischen Schiene keine Freigabe fürs Comeback erhalten. Wandert die Ampel bei Guimond aber wieder auf Grün, dann wird es richtig interessant: Mit vorerst 14 Legionären – darunter Try-out-Verträg­e bei Goalie Janne Juvonen (FIN) und Verteidiger Jonathan Carlsson (SWE) – haben die Innsbrucker im Kader das Punkte­limit der Erste Bank Eishockey Liga überschritten, sprich wird bis zu Guimonds Rückkehr kein Import abgegeben, könnte in der langjährigen Geschichte ein HCI-Crack bei einem Match auf der Tribüne landen. Was bei anderen (größeren) Klubs schon oft vorkam, wäre bei den Haien eine Rarität – und ein Indiz dafür, dass es trotz der jüngsten beiden Heimsiege gegen Znojmo (4:3 n. V.) und Villach (5:4) im Haifischbecken noch längst nicht nach einer Wohlfühl­oase riecht.

Headcoach Rob Pallin kämpft zu Beginn seiner dritten Saison darum, die richtige Mischung zu finden. Es scheint auch möglich, dass in den kommenden Wochen zwei Legionäre gehen müssen und ein Neuer (Angreifer) kommt. Im Gegensatz zu den Vorjahren hatte man am Transfermarkt in diesem Sommer bislang ein nicht so glückliches Händchen.

Es ist klar, dass weder der Coach noch der Vorstand zur Stunde irgendwelche Namen kommentieren. Es ist aber auch klar, dass das Klima rauer geworden und Ruhe fern ist. Was sich nach dem zweimaligen Einzug in die Top sechs als Indiz für den erhöhten Anspruch deuten lässt.

„14 Legionäre werden wir nicht behalten, aber wir haben derzeit überhaupt keinen Stress zu entscheiden. Guimond hat alle Zeit, um voll fit zu werden“, bestärkt HCI-Vorstand Norbert Ried eine schon getroffene Aussage. Für einige in der Kabine geht es aber wirklich um die Wäsch’ ...