Letztes Update am Sa, 27.10.2018 17:53

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ski Alpin

Hirscher verteidigt in Sölden seine Superserie im Riesentorlauf

Von sieben klassischen Riesentorläufen hat Marcel Hirscher in der vergangenen Weltcupsaison sechs gewonnen und damit überlegen seine fünfte kleine Kristallkugel in dieser Disziplin geholt. Beim Saisonauftakt am Sonntag in Sölden (10.00/13.00 Uhr, live ORF eins) geht der Salzburger auf seinen zweiten Sieg auf dem Rettenbachferner nach 2014 los.

Gefragter Mann: ÖSV-Skistar Marcel Hirscher.

© APAGefragter Mann: ÖSV-Skistar Marcel Hirscher.



Sölden – Mit 28 Weltcupsiegen ist Hirscher der zweiterfolgreichste Riesentorläufer der Geschichte nach dem Schweden Ingemar Stenmark (46). Er geht saisonübergreifend auf den sechsten Sieg in Folge los, gewann neun der vergangenen zehn Rennen und dominiert als Weltmeister und Olympiasieger die Disziplin seit Jahren. „Ab einem gewissen Entwicklungsstadium waren wir super konkurrenzfähig oder ein bissl voraus. Ob das heuer noch so der Fall sein wird, wage ich zu bezweifeln, weil die anderen schlafen ja auch nicht“, sagte er über die Konkurrenz.

Die Bedingungen in der Vorbereitung seien schwierig gewesen. Aber was die Möglichkeiten angehe, habe man sicher das Maximum gemacht. Weil auf dem Rennhang in Sölden kein Training möglich gewesen sei, stehe bei jedem Athleten „ein großes Fragezeichen, ob er das richtige Setup für dieses schwere Rennen beinander hat“.

Der in der Vorsaison zweitbeste Riesentorläufer Henrik Kristoffersen ist trotz eines Zehenbruchs im Sommer laut eigenen Angaben in sehr guter Form. Der 24-jährige Norweger hat mit dem Slalomkristall 2016 ja erst eine Weltcupkugel daheim.

Feller ist heiß auf‘s Stockerl

Ted Ligety aus den USA träumt von seinem fünften Sölden-Sieg nach 2011, 2012, 2013 und 2015, der Franzose Alexis Pinturault hofft, wieder aufgeholt zu haben. „Mal sehen, ob ich imstande bin, um die Riesentorlauf-Kugel zu kämpfen. Das wird der Sonntag zeigen“, meinte der Disziplindritte des Vorjahres. Er ist auf dem Rettenbachgletscher Titelverteidiger aus 2016, da das Rennen 2017 dem Sturm zum Opfer fiel.

Heiß auf das Stockerl ist Manuel Feller, die Trainingsleistungen waren vielversprechend. Der Tiroler hat sich vorgenommen, am Sonntag „keinen zu unterschätzen. Fehler kann man sich mittlerweile keinen mehr leisten, das ist eine Perfektionssportart. Ich hoffe, dass ich auf den Punkt bringe, was ich kann, dann schaut sicher ein Superergebnis raus“. An den noch fehlenden ersten Weltcupsieg denkt er nicht. „Ich stehe am Start und konzentriere mich auf meine zwei, drei Keypoints und fertig.“

Der ÖSV bringt zehn Athleten an den Start, darunter auch die nach Kreuzbandverletzungen zurückgekehrten Roland Leitinger, Stefan Brennsteiner und Daniel Meier sowie Philipp Schörghofer, den ein Knorpelschaden zu einer längeren Pause zwang. „Ich bin guter Dinge, dass sie, wenn sie sich qualifizieren, auch im zweiten Lauf noch eine gute Leistung abrufen können“, sagte Herren-Rennsportleiter Andreas Puelacher. (APA)