Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 18.11.2018


EBEL

Derby gegen Bozen: Ruf nach einer Großtat bei den Haien

Bei EBEL-Meister und Tabellenführer HCB Südtirol will der HC Innsbruck heute (17 Uhr) als Außenseiter das 1:3 gegen den KAC vergessen lassen.

Sacha Guimond (r.) kämpft heute mit dem HCI um den nächsten Sieg.

© gepaSacha Guimond (r.) kämpft heute mit dem HCI um den nächsten Sieg.



Innsbruck – Nach drei Siegen in Folge, darunter jener gegen Österreichs Meister Red Bull Salzburg, wurde die Euphorie bei den Innsbrucker Haien wieder gedämpft. Die 1:3-Niederlage zuhause gegen den Klagenfurter AC in der 19. Runde der Erste Bank Eishockey Liga warf den HCI wieder ein Stück zurück – der vakante sechste Platz in der Liga ist nach dem Sieg der Linzer (4:2 gegen Salzburg) damit wieder drei Punkte in die Ferne gerückt. „Ich denke, es hat das glücklichere Team gewonnen, das sich ein bisschen kaltschnäuziger präsentiert hat“, meinte HCI-Goalie René Swette, der mit 23 Saves (92 Prozent) zum „Man of the match“ gewählt wurde.

Und geht es nach dem Team von Coach Rob Pallin, dann soll die Niederlage schon heute wieder vergessen sein. Doch das ist ungleich schwieriger: Beim HCB Südtirol stehen die Nordtiroler in Bozen (17 Uhr) dem amtierenden EBEL-Meister und aktuellen Tabellenführer gegenüber. Die Gastgeber sind seit fünf EBEL-Spielen ungeschlagen, einzig in der Champions League gab es vor zwölf Tagen beim 1:6 gegen den HC Pilsen einen Rückschlag.

„Ein Derby in Südtirol ist immer speziell und besonders. Wir haben in der vergangenen Saison drei Punkte mitgenommen, vielleicht können wir da weiter anknüpfen. Der Schlüssel ist, unsere Abwehr zu finden, wir dürfen keine Fehler machen“, blickt HCI-Verteidiger Florian Pedevilla auf den 2:1-Sieg in der abgelaufenen Spielzeit in Bozen zurück. Überdies gab es zwei Heimsiege (5:2, 3:2 n. P.) – heuer setzte es im ersten Saisonduell zuhause eine knappe 2:3-Niederlage.

Bei den Innsbruckern, die komplett zum Tiroler Derby antreten, feiert der slowenische Torhüter-Neuzugang Luka Gracnar sein Debüt. (rost)