Letztes Update am So, 18.11.2018 20:30

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


EBEL

Kurioser Derbysieg für den HCI: Von 0:4 auf 8:5

Der HCI lag in Bozen 0:4 zurück, um am Ende mit 8:5 zu siegen. Passenderweise hatte das Match mit einer Überraschung begonnen.

Andrew Yogan überzeugte wieder einmal mit einem Doppelpack und zwei Assists.

© HC Bozen/SüdtirolAndrew Yogan überzeugte wieder einmal mit einem Doppelpack und zwei Assists.



Von Tobias Waidhofer

Bozen – Es war wieder einmal Zeit für Rock’n’Roll: Der HCI lag in Bozen 0:4 zurück, um am Ende mit 8:5 zu siegen. „Unglaublich“, suchte Verteidiger Flo Pedevilla nach den richtigen Worten. „Vor einem Monat hätten wir diese Partie 0:10 verloren. Wir haben uns als Mannschaft gefunden.“ Als Andrew Clark fünf Minuten vor Schluss einen Yogan-Schuss zum vorentscheidenden 6:5 und der erstmaligen Haie-Führung abfälschte, brachen alle (Jubel-) Dämme:

Passenderweise hatte das Match mit einer Überraschung begonnen: Denn im Tor setzte Headcoach Rob Pallin erneut auf Rene Swette, der ja zuletzt gegen Salzburg und den KAC „on fire“ war. Doch zu Beginn des zweiten Abschnitts stand dann doch Neuzugang Luka Gracnar zwischen den Pfosten. Das lag aber nicht daran, dass Swette enttäuscht hatte, vielmehr waren es seine Vorderleute, die ausließen:

Schon nach 46 Sekunden führten die Südtiroler mit 1:0. Vorausgegangen war dem eine unnötige Strafe von Boivin, der in der 19. Minute auch das 2:0 verschuldete. Das 3:0 war dann schön herausgespielt.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts musste dann auch Gracnar das erste Mal hinter sich greifen (23.

4:0). Doch die Haie schlugen zurück: Ein Doppelschlag von Daniel Wachter (24./4:1) und Andrew Yogan (25./4:2) sorgte für Spannung. Jetzt waren plötzlich die Tiroler am Drücker, der Lohn für die Leistungssteigerung war ein Lammers-Treffer im Powerplay (30.) – plötzlich stand es nur noch 4:3. Und das auch völlig verdient, weil die Nord- die Südtiroler in dieser Phase an die Wand gespielt hatten. Doch die Achterbahnfahrt ging weiter: Zuerst stellte Catenacci auf 5:3 (33.), in der 37. Minute antwortete Boivin mit dem 5:4. Ein verrücktes Drittel ging mit Chancen auf beiden Seiten zu Ende.

Es war kaum zu glauben, dass der Tabellenführer ein 4:0 aus der Hand geben würde. Doch mit dem Ausgleichstreffer von Yogan wurde genau das zur Realität (47.

5:5). Und als dann Andrew Clark auf 5:6 stellte, war die unglaubliche Aufholjagd auch auf der Anzeigetafel abzulesen. Das siebte und achte Tor durch Empty-Net-Treffer von Boivin und Ross waren eine willkommene Draufgabe. Es folgte ein kollektiver Freudentaumel in der Haie-Kabine.


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