Letztes Update am Fr, 28.12.2018 14:54

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ski Alpin

Vlhova feierte Überraschungssieg am Semmering, Brunner Vierte

Petra Vlhova feierte ihren fünften Weltcupsieg im Riesentorlauf am Semmering. Die Tirolerin Stephanie Brunner musste sich mit Rang vier begnügen.

Überraschungssiegerin am Semmering: Petra Vlhova.

© gepaÜberraschungssiegerin am Semmering: Petra Vlhova.



Semmering - Petra Vlhova gewann am Freitag überraschend den Weltcup-Riesentorlauf der Ski-Damen am Semmering. Die Slowakin setzte sich bei ihrem fünften Weltcupsieg, dem ersten im Riesentorlauf, vor der Deutschen Viktoria Rebensburg und der Französin Tessa Worley durch.

Die Tirolerin Stephanie Brunner, Halbzeitzweite, wurde als beste Österreicherin mit 0,64 Sekunden Rückstand Vierte. Saisondominatorin Mikaela Shiffrin aus den USA fiel nach Halbzeitführung auf Platz fünf zurück. Die Tirolerin Ricarda Haaser belegte unmittelbar vor Ex-Weltmeisterin Anna Veith Rang sieben.

"Das ist ein spezieller Moment für mich", sagte Vlhova im ORF-Interview. Bislang war ein siebter Platz das beste Ergebnis der Slowakin im Riesentorlauf. "Nach dem fast fehlerfreien ersten Durchgang wollte ich noch einmal voll angreifen und aufs Podest. Dass es zum Sieg reicht, hätte ich nicht gedacht", verriet die 23-Jährige.

Brunner und Haaser bilanzierten zufrieden

"Ich habe im zweiten Durchgang die Spuren nicht mehr so gut getroffen, dennoch bin ich mit Platz vier zufrieden", resümierte Brunner. Die Zillertalerin, die nach einem Kreuzbandriss ihre Comeback-Saison bestreitet, schloss das Jahr 2018 mit einem versöhnlichen Ergebnis ab: "Von der Verletzung spüre ich nichts mehr. Ich fahre heuer meine konstanteste Saison bislang." Dass die 24-Jährige heuer meist im zweiten Durchgang zurückfällt, gelte es nun im Training aufzuarbeiten.

Stephanie Brunner fuhr als Vierte knapp am Podest vorbei.
Stephanie Brunner fuhr als Vierte knapp am Podest vorbei.
- APA

Ihre Tiroler Landsfrau Haaser setzte ihren Aufwärtstrend mit Rang sieben fort. "Die Umstellungen im Training und beim Material haben sich gelohnt. Dass es nicht von heute auf morgen geht, war klar", gab die 25-Jährige Achenseerin zu Protokoll.

Das letzte Rennen im Kalenderjahr 2018 steht für die Ski-Damen am Samstag am Programm. Dann beginnt im Slalom (10.30 Uhr und 13.30 Uhr/live TT.com-Ticker) die Jagd auf Shiffrin von neuem. Im Gesamtweltcup hat die US-Amerikanerin noch beruhigende 446 Punkte Vorsprung auf Vlhova. (TT.com, APA)