Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 19.01.2019


Eishockey

Tapfere Haie verlieren die Top sechs aus den Augen

Die ersatzgeschwächten Innsbrucker Haie mussten sich am Freitag in Linz nach einer frühen 2:0-Führung am Ende doch mit 2:4 beugen.

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Von Alex Gruber

Linz, Innsbruck — Die Haie reisten am Freitag nach dem Abgang von Lubomir Stach und zwei verletzungsbedingten Ausfällen (Clemens Paulweber und Ondrej Sedivy) mit dem letzten Aufgebot und gerade einmal drei Linien nach Linz. Und zu Beginn sah es ganz danach aus, als würden die Haie diese Last mühelos abschütteln. Routinier John Lammers traf im ersten Powerplay der Partie zum 1:0, Alexandre Lavoie reichte nur wenige Minuten später das 2:0 nach. Es gab Chancen genug. Bitter, dass den besser werdenden Hausherren bei der Premiere des neuen und NHL-erprobten Trainers Tow Rowe kurz vor dem Ende des ersten Drittels der Anschlusstreffer gelang.

Es war klar, dass die Stahlstädter, die unbedingt direkt in den Top sechs ins Play-off einziehen „müssen", zu Beginn des zweiten Abschnitts Druck machen würden. In einem Powerplay fiel dann auch das 2:2. Aber die Haie waren dennoch weiter nah dran, ein weiteres Mal anzuschreiben. Von einer Selbstaufgabe war weit und breit keine Spur. Dass man dem kleinen Kader irgendwann Tribut zollen werde, lag auf der Hand.

Der frühe Linzer Führungstreffer im letzten Drittel durch Andreas Kristler leitete dann die Niederlage ein. Auch das Glück stand den dezimierten Haien nicht bei — Topscorer Andrew Clark scheiterte nur wenig später in Unterzahl an der Stange. Stattdessen machte Michael Davies mit seinem zweiten Treffer zum 4:2 alles klar. Weil Fehervar am Freitag beim KAC siegte, bleiben die Oberösterreicher dennoch weiter auf Platz sieben hängen. Für Innsbruck ist der Zug in die Top sechs mit zehn Punkten Rückstand fünf Runden vor Ende des Grunddurchgangs spätestens am Freitag endgültig abgefahren.

Das Spiel in der Erste Bank Eishockeyliga geht für die Haie schon am Sonntag (17.30 Uhr) in der Tiwag-Arena mit dem Heimspiel gegen Znojmo weiter. Ein Sieg gegen die Tschechen, die am Samstag beim Duell der Tabellennachbarn in Dornbirn gastieren, ist Pflicht, zumal es weiter um Bonus-Punkte für die Qualifikationsrunde geht.




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