Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 13.02.2019


EBEL

Fehlstart bei den Haien, der‘s noch schwerer macht

Der immens wichtige Auftakt in die Qualifikations-Runde ging für die Haie in Dornbirn nach Penaltyschießen mit 3:4 verloren. Den Ausfall von Dornbirn-Goalie Juha Rinne konnten die Innsbrucker dabei nicht nutzen.

Konnte trotz starker Paraden die Auftaktniederlage bei den Dornbirner Bulldogs nicht verhindern – HCI-Keeper Luka Gracnar.

© VN/StiplovsekKonnte trotz starker Paraden die Auftaktniederlage bei den Dornbirner Bulldogs nicht verhindern – HCI-Keeper Luka Gracnar.



Von Alex Gruber

Innsbruck — „Wir müssen sofort liefern", hatte Haie-Kapitän Tyler Spurgeon vor dem Anpfiff der Quali-Runde gesprochen. Die Botschaft kam aufgrund des verschlafenen Starts in Dornbirn offenbar aber nicht bei allen an. Denn nach nicht einmal 90 Sekunden stand es 0:1, die Innsbrucker waren mit dem knappen Rückstand noch gut bedient.

In der Hälfte des ersten Drittels nahmen die Haie dann Fahrt auf und begegneten den Bulldogs auch in Sachen Schussstatistik auf Augenhöhe, ein Torerfolg blieb bis zur ersten Sirene aber aus.

Der Blick in den gegnerischen Kasten eröffnete dann zu Beginn des zweiten Abschnitts weit bessere Perspektiven. Dornbirn-Goalie Juha Rinne, der schon zuvor in einigen Partien verletzungsbedingt passen musste, kam nicht mehr aus der Kabine. Folgerichtig traf Innsbrucks Topscorer Andrew Clark gegen Ersatzgoalie Thomas Stroj rasch zum Ausgleich. Ebenso rasch fanden sich die Tiroler erneut im Rückstand wieder, den Ondrej Sedivy nur zwölf Sekunden später zum 2:2 ausgleichen konnte.

Nach gut einer halben Stunde wanderte das Momentum aber wieder zu den Vorarlbergern zurück: Alexandre Picard, jener Ex-NHL-Crack, den auch Haie-Trainer Rob Pallin gerne in seiner Mannschaft gesehen hätte, traf für die Hausherren zur 3:2-Führung, mit der es trotz einiger Topchancen für die Haie (Clark, Yogan) nach 40 Minuten in die zweite Pause ging. Und das Ergebnis auf der Anzeigetafel passte zum Leidwesen der mitgereisten HCI-Fans längst nicht mehr zum Geschehen am Eis.

Im Schlussabschnitt konnte dann Mario Lamoureux zum dritten Mal den Ausgleich (3:3/43.) besorgen, Andrew Yogan scheiterte in der Folge am Pfosten (54.). Das Torgebälk rettete kurz vor Schluss (58.) bei einem Reid-Schuss aber auch für die Innsbrucker. Und so ging es in Dornbirn im 45. Saisonspiel zum bereits 13. Mal in die Verlängerung, die keinen weiteren Treffer einbrachte. Im Penaltyschießen bezwangen O'Donnell und Trotter Haie-Goalie Gracnar, Spurgeon und Yogan mit dem letzten Versuch glichen aber zweimal wieder aus. Neuzugang Tomas Netik brachte die Haie dann in Front, Dornbirns Topscorer Brendan O'Donnell traf aber noch zweimal und besiegelte mit drei (!) Shootout-Treffern das denkbar bittere Haie-Ende. Mit einem Blick auf die Tabelle weiß jeder, was die Uhr vor dem Heimspiel gegen Znojmo am Freitag geschlagen hat.

Qualifikationsrunde

1. Runde: Vienna C. — Bozen4:0 (0:0, 2:0, 2:0). Tore: Olden (21., 52.), Wall (38.), Holzapfel (49.). Graz — Fehervar5:3 (1:1, 3:1, 1:1). Tore: Hamilton (13.), Kainz (22./SH), Yellow-Horn (33./PP), Johansson (38.), Weihager (45.) bzw. Stipsicz (17.), Tikkanen (27., 49.). KAC — Salzburg 6:2 (2:1, 2:1, 2:0). Tore: Kozek (2.), Hundertpfund (15., 45.), Wahl (22.), Petersen (31., 48.) bzw. Regner (17.), Duncan (26./PP).