Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 14.02.2019


EBEL

Im Haifischbecken steht die Uhr auf fünf vor zwölf

Nach dem 3:4 in Dornbirn stehen die Haie vor dem Znojmo-Spiel mit dem Rücken zur Wand. Vorstand Norbert Ried zieht sich bald zurück.

Einer wie Daniel Wachter trägt stets sein ganzes Herz aufs Eis. Rücken die Haie (hinten Goalgetter Andrew Yogan) noch einmal zusammen?

© gepaEiner wie Daniel Wachter trägt stets sein ganzes Herz aufs Eis. Rücken die Haie (hinten Goalgetter Andrew Yogan) noch einmal zusammen?



Von Alex Gruber

Innsbruck – Der eine Punkt im direkten Duell mit Dornbirn war nach dem verlorenen Penaltyschießen schlichtweg zu wenig, zumal Znojmo einen Heimsieg gegen Villach einfuhr. Die Haie müssen am Freitag (19.15 Uhr) in der Tiwag-Arena gegen die Tschechen gewinnen. Denn bei einer Niederlage wäre nach zwei Runden in der Quali-Runde wohl bereits alles aus und vorbei.

„Von den letzten acht Spielen ist jedes ein Play-off-Spiel. Ich glaube, dass Dornbirn den letzten Biss mehr gehabt hat als wir. Ich glaube, die wollten es mehr als wir und haben früher realisiert, um was es geht“, sprach Neo-Teamspieler Daniel Wachter nach dem verlorenen Match in Dornbirn. Und wenn der 21-jährige Rackerer, der stets sein ganzes Herz aufs Eis wirft, so etwas sagt, kann man auch (ein bisschen) zwischen den Zeilen lesen. Dabei ließ Headcoach Rob Pallin in der Länderspielpause nichts unversucht und holte auch wieder Goalie-Coach Mitch O’Keefe zurück an Bord. Im Großen und Ganzen war es in Vorarlberg zu wenig, obwohl die Hausherren Einsergoalie Juha Rinne vom Eis nehmen mussten.

Im HCI-Vorstand legt Norbert Ried mit Saisonende seine Tätigkeit zurück, soll dem Verein aber auch in Zukunft unterstützend erhalten bleiben. „Ich will jetzt in der Quali-Runde für keine Unruhe sorgen. Ich habe zehn Jahre mit Herzblut und voller Energie für den Verein gearbeitet. Ich habe auch meine Lehren daraus gezogen und bin gereift. Mit Saisonende lege ich meine Ämter als Vorstand zurück“, führt Ried aus. „Wir sind im besten Einvernehmen“, will auch HCI-Obmann Günther Hanschitz, der in Zukunft wieder vermehrt an den Verhandlungstisch zurückkehren wird, nichts von bösem Blut in den eigenen Reihen hören. Und schon morgen muss die Chemie am Eis wieder stimmen.