Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 16.02.2019


Ski-Alpin

Letzte Ausfahrt Hoffnung für die ÖSV-Damen

Erstmals seit 1982 könnten Österreichs Damen ohne WM-Medaillen bleiben. Letzte Chance ist der Slalom (11/14.30 Uhr, ORF eins).

Katharina Liensberger.

© gepaKatharina Liensberger.



Aus Aare: Roman Stelzl

Wien – Irgendwie ist es verhext – Österreichs Damen finden einfach keine Liebe für den WM-Hang, auch nicht am Valentinstag, der im Riesentorlauf mit der leider erwarteten herben Schlappe endete. Nun richten sich alle Blicke im großen Hoffen auf die vier ÖSV-Damen, die heute (11/14.30 Uhr, live ORF eins) verhindern wollen, dass die Ski-Weltmeisterschaft in Aare sportlich einer kleinen Staatskrise gleichkommt.

Denn eine WM ohne österreichische Damen-Einzel-Medaille hatte es zuletzt vor 37 Jahren 1982 in Schladming gegeben. Um eine Wiederholung dieser historischen Nullnummer zu verhindern, stützen sich die Hoffnungen im heutigen Abschluss-Bewerb ganz auf eine Dame: die heuer so starke Vorarlbergerin Katharina Liensberger.

Die 21-Jährige schaffte mit Platz drei in Flachau den einzigen ÖSV-Podestplatz im Slalom, zudem beweist Rang vier beim Weltcup am Semmering, dass Liensberger solche Verhältnisse wie hier in Aare liegen sollten. Dass sich alle Blicke nun auf die letzte große Edelmetall-Hoffnung richten, versucht die Betroffene selbst kleinzureden. „Ob der Druck von außen mehr ist, kann ich schwer beurteilen. Es ist wichtig, dass wir uns auf uns konzentrieren und unsere Leistung abrufen“, bleibt Liensberger gelassen. Salzburgs Evergreen Bernadette Schild, zuletzt im Slalom von Maribor (SLO) Sechste, will nach dem Aus im Riesentorlauf in Aare richtig in Fahrt kommen. „Ich habe nichts zu verlieren“, erklärte die 29-Jährige.

Die Kärntnerin Katharina Truppe braucht einen außergewöhnlichen Husarenritt ähnlich jenem am Semmering Ende Dezember (Rang fünf), um in die Nähe der Medaillen zu kommen. Katharina Huber ist ein unbeschriebenes Blatt. An der Spitze läuft alles auf ein Duell zwischen der slowakischen Riesentorlauf-Weltmeisterin Petra Vlhova und US-Star Mikaela Shiffrin hinaus. Die beiden liefern sich über die ganze Saison einen Schlagabtausch. Und gleich sechsmal hatte Shiffrin das bessere Ende für sich.

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