Letztes Update am Mo, 18.02.2019 09:00

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ski Alpin

Nach dem WM-Spektakel gilt die Konzentration dem Kugelkampf

Marcel Hirscher hat nach WM-Gold- und -Silber nun den Gesamt-, Slalom- und Riesentorlauf-Weltcup im Visier. Nächster Halt: Das City Event am Dienstag in Stockholm.

Nach dem Medaillenkampf steht bei Marcel Hirscher und Co. jetzt das Rennen um Kristall im Fokus der Aufmerksamkeit.

© AFPNach dem Medaillenkampf steht bei Marcel Hirscher und Co. jetzt das Rennen um Kristall im Fokus der Aufmerksamkeit.



Aare – Den Skirennläufern wird keine Pause gegönnt, nach Ende der WM in Aare hieß es Kofferpacken und ab zum dienstägigen City Event nach Stockholm. Danach reisen die Damen noch nach Crans Montana (SUI), Sotschi (RUS) und Spindleruv Myln (CZE) sowie die Herren nach Bansko (BUL), Kvitfjell (NOR) und Kranjska Gora (SLO), ehe beim Finale von 13. bis 17. März in Soldeu/Andorra der Weltcup-Vorhang fällt.

Die Entscheidungen um die großen Kristallkugeln werden voraussichtlich aber bereits vor der Finalwoche fallen. Bei den Damen führt die Aare-Doppelweltmeisterin Mikaela Shiffrin auf dem Weg zum dritten Triumph in Folge nach 26 Rennen mit 1.694 Zählern überlegen vor der Slowakin Petra Vlhova (1.043), der Schweizerin Wendy Holdener (747) und der Steirerin Nicole Schmidhofer (617). Je ein ausgefallener Super-G (St. Anton) und eine Kombination (Val d‘Isere) wurden noch nicht neu angesetzt, es ist unwahrscheinlich, dass diese Rennen nachgetragen werden.

Fast 500 Punkte Vorsprung auf Pinturault

Bei den Herren wird Marcel Hirscher der achte Coup in Folge nicht mehr zu nehmen sein, der Salzburger hat nach 27 Bewerben 1.216 Zähler abgestaubt, es folgen der Franzose Alexis Pinturault (732), der Norweger Henrik Kristoffersen (671), der Südtiroler Dominik Paris (550) und der Oberösterreicher Vincent Kriechmayr (515). Die in Garmisch-Partenkirchen ausgefallene Abfahrt und der ebenfalls abgesagte Riesentorlauf wurden noch nicht neu vergeben, Kvitfjell und Kranjska Gora sind die Möglichkeiten.

Gleich mehrere ÖSV-Läufer mischen im Kampf um kleine Kristallkugeln mit. Äußerst knapp geht es in der Damen-Abfahrt her, so hat die zweifache Saisonsiegerin Nicole Schmidhofer mit 364 nur 18 Zähler Vorsprung auf die mit ebenfalls zwei Siegen erfolgreiche Teamkollegin Ramona Siebenhofer, nur drei Zählern dahinter folgt Weltmeisterin Ilka Stuhec aus Slowenien, Stephanie Venier ist Vierte (295).

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Im Super-G fehlen Schmidhofer als Dritte 47 Punkte auf Weltmeisterin Shiffrin, die USA-Amerikanerin liegt auch im Riesentorlauf und ebenfalls vergoldeten Slalom voran. Kombination wurde noch keine ausgetragen. Sportdirektor Hans Pum hakte die medaillenlose WM auf Frauenseite gleich ab. „Wir schauen weiter, wir haben im Weltcup noch große Chancen, im Speedbereich etwas zu gewinnen.“ Rennsportleiter Jürgen Kriechbaum versprach: „Wir schauen jetzt, dass wir dort, wo wir im Weltcup noch was zu holen haben, die Konzentration darauf lenken. Das ist für uns extrem wichtig.“

Im Herren-Lager sind viele kleine Kugeln für das ÖSV-Team möglich. Hirscher ist auf dem besten Weg, zum jeweils sechsten Mal die Riesentorlauf- und Slalomwertung zu gewinnen, im Super-G führt Vincent Kriechmayr drei Punkte vor Olympiasieger Matthias Mayer, nur weitere drei dahinter folgt der Südtiroler Dominik Paris, wieder drei dahinter der Norweger Aleksander Aamodt Kilde. Die Chance auf die Abfahrtswertung ist nur noch gering. In der Kombination liegt Wengen-Sieger Marco Schwarz voran. (APA)