Letztes Update am Mi, 06.03.2019 15:53

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Nordische Kombination

Seidl lief mit Kreuzbandeinriss zu WM-Bronze im Teambewerb

Kombinierer Mario Seidl lief bei der WM in Seefeld noch mit eingerissenem Kreuzband zu Bronze. Eine MRT-Untersuchung brachte nun die „bittere Diagnose“. Jetzt muss er die Saison vorzeitig beenden.

Mario Seidl bei seinem Einsatz im WM-Teambewerb der Kombinierer in Seefeld.

© AFPMario Seidl bei seinem Einsatz im WM-Teambewerb der Kombinierer in Seefeld.



Seefeld, Salzburg - Für Kombinierer Mario Seidl ist die Weltcup-Saison am Mittwoch vorzeitig zu Ende gegangen. Der 26-jährige Salzburger hatte am vergangenen Samstag bei seinem Sprung auf 111,5 Meter im Teambewerb, in dem er mit Österreichs Quartett Bronze holte, einen Stich im linken Knie verspürt. Eine MRT-Untersuchung ergab nun, dass er dabei einen Einriss des vorderen Kreuzbandes erlitten hatte.

„Ich habe gleich nach der Landung einen Stich im Knie gespürt und auch gemerkt, dass das Knie beleidigt ist. Aber an so einem Tag und bei so einer Kulisse habe ich keinen einzigen Gedanken ans Aufgeben verschwendet“, betonte Seidl in einer Aussendung. Er „habe gekämpft bis zum Schluss und die Zähne zusammengebissen, damit wir weiter im Rennen um die Medaillen bleiben konnten“.

Wegen der anhaltenden Schmerzen in den vergangenen Tagen habe er sich der MRT-Untersuchung unterzogen. „Ich wollte meine tolle Saison mit meinem ersten Weltcupsieg, dem Sieg im Triple in Chaux-Neuve und der Team-Bronzemedaille mit den Bewerben in Oslo und Schonach gebührend abschließen, aber ich muss das jetzt leider so hinnehmen. Mein Körper ist mein Kapital, und ich muss an die nächste Saison denken“, sagte Seidl nach der „bitteren Diagnose“. (TT.com, APA)