Letztes Update am Fr, 29.03.2019 23:08

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


EBEL

Capitals und KAC gewannen zum Auftakt des Eishockey-Semifinales

Die Caps setzten sich mit 4:2 gegen Salzburg durch. Das Match zwischen den 99ers und dem KAC wurde zum viertlängsten in der EBEL-Geschichte.

Adam Comrie (EC KAC /links) und Ty Loney (Moser Medical Graz 99ers) lieferten sich eine harten Kampf.

© APAAdam Comrie (EC KAC /links) und Ty Loney (Moser Medical Graz 99ers) lieferten sich eine harten Kampf.



Graz, Wien – Der Start der Semifinalserien in der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) hat am Freitag vielversprechende Auftakt-Duelle gebracht. In ausgeglichenen Partien setzten sich in rein österreichischen Auseinandersetzungen die Vienna Capitals und der KAC durch. Die Caps gewannen gegen Salzburg daheim spät 4:2 (1:0,1:2,2:0), die Kärntner bei den Graz 99ers 1:0 (0:0,0:0,0:0/0:0,1:0) in der 2. Verlängerung.

Capitals gegen Salzburg hatte fast eine Garantie für ein enges Match waren doch die vergangenen fünf Saison-Duelle der beiden Teams ins Penaltyschießen gegangen. In Head-to-Head hatten die Caps mit 4:2 die Oberhand. Vor dem anderen „best of seven“-Semifinale blieb vor allem die Partie vom 3. März in Erinnerung, als nach torloser regulärer Spielzeit der KAC erst in der Verlängerung traf. Es war der einzige Saisonerfolg der Klagenfurter gegen die Steirer vor dem Play-off.

In der Erste Bank Arena in Wien sahen mehr als 5.000 Zuschauer packendes Play-off-Hockey. In den ersten beiden Dritteln hatten die Caps ein leichtes Plus an Torchancen, die Salzburger hinter ihren aber mehr Qualität. Kelly Tessier besorgte die Führung der Caps (9.), doch nur 50 Sekunden nach Wiederbeginn traf Thomas Raffl zum Ausgleich (21.). Bobby Raymond legte für die Gäste nach (28.), ehe Sondre Olden das 2:2 erzielte (30.). Das Tor wurde allerdings erst nach minutenlangem Video-Studium gegeben.

Im dritten Abschnitt schien es vorerst auf eine Verlängerung hinauszulaufen, die Wende brachte ein Penalty in der 51. Minute. Der davor am Torschuss gehinderte Tessier vergab die Führungschance zwar, in Folge übernahm der Gewinner der Pick Round aber klar das Kommando. Als dann klar bessere Mannschaft scorte Christopher DeSousa nach Fehler von Salzburg-Goalie Stephen Michalek das 3:2 (56.), das 4:2 durch Peter Schneider fünf Sekunden vor Spielende ins leere Salzburg-Tor war nur noch Draufgabe.

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96:38 Minuten bis zur Entscheidung in Graz

In Graz war ÖEHV-Teamchef Roger Bader unter den Zuschauern, prognostizierte eine enge, harte Serie: „Ich erwarte sieben Spiele, Kleinigkeiten werden entscheiden“, meinte der Schweizer. Und es sollte ein Da Capo geben, erneut gingen die 60 Minuten und damit zwischen diesen beiden Teams sechs reguläre Drittel in Folge ohne Tor vorüber. Hauptverantwortlich dafür war eine Unterzahl-Schwäche der an Torschüssen überlegenen Grazer, aber vor allem eine starke Partie von KAC-Goalie Lars Haugen.

Die Halle war ausverkauft, schließlich hatten die Grazer im Viertelfinale gegen die Black Wings Linz überhaupt erstmals eine Play-off-Runde überstanden. Die 99ers hatten im vorsichtig geführten ersten Drittel Vorteile, der KAC bei mehr Offensive im zweiten Abschnitt. In Minute 31 wurde den Zuschauern auch ein harter Faustkampf zwischen Ty Loney (Graz) und Adam Comrie (KAC) geboten. Das dritte Drittel wurde von beiden Teams eher taktisch geführt, der KAC wirkte frischer.

Bald nach Beginn der „Overtime“ hätte Comrie die Partie schon entscheiden können, er traf aber nur die Torumrandung (63.). Nach wie vor wurde das Match auf hohem taktischen Niveau, aber auch durchaus flott geführt. In der 95. Minute wären die 99ers beinahe die Glücklicheren gewesen, der Puck ging aber nur an die Latte des KAC-Tors. Schließlich staubte der Finne Siim Liivik nach einem Schuss von Thomas Hundertpfund ab. Mit 96:38 Minuten war es das viertlängste Match der EBEL-Geschichte.

Die zweiten Partien finden mit getauschtem Heimrecht am Sonntag schon bei Sommerzeit statt. In Salzburg wird ab 14.00 Uhr, in Klagenfurt ab 19.15 Uhr gespielt. (APA)