Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 01.09.2019


EBEL

Haie-Stürmer Herbert will Tore für sich sprechen lassen

Die TT stellt vor dem EBEL-Saisonstart die „Neuen“ bei den Haien vor. Heute im Fokus: Angreifer Caleb Herbert, der beim HCI seine Europa-Premiere feiert.

Geht erstmals in Europa aufs Eis: Caleb Herbert.

© Michael KristenGeht erstmals in Europa aufs Eis: Caleb Herbert.



Innsbruck – Das erste Duell hat der neue Haie-Angreifer Caleb Herbert bereits für sich entschieden. Und zwar jenes mit der Gangschaltung seines Dienstwagens. Probleme, die fast jeder Nordamerikaner (dort wird fast nur noch mit einem Automatikgetriebe gefahren) in Europa kennt.

„Die ersten Tage waren hart. Aber nach einigen Runden auf dem Parkplatz habe ich es ganz gut im Griff“, lacht der 27-Jährige. Der Weg vom Domizil in Völs zur Tiwag-Arena hat sich bereits eingebrannt. Erstmals geht Herbert fern der amerikanischen Heimat auf Torjagd, lässt aber die Fans mit seiner Statistik in der AHL (American Hockey League) und der ECHL (East Hockey League) – 201 Punkte in insgesamt 281 Spielen – von vielen Treffern träumen. „Ich bin ein offensiver Spieler mit Tempo, der gerne und viel schießt“, charakterisiert er sein Eishockey-Selbst.

Vom aktuellen Haie-Team kennt der Mann aus Minnesota zwei Akteure schon länger: Sowohl mit Mike Boivin als auch mit Joel Broda teilte sich Herbert die Kabine – dort, wo er auch in Innsbruck sofort Anschluss gefunden hat. „Meine Erwartungen sind übertroffen worden. Als ich die Stadt und die Berge das erste Mal gesehen habe, hat es mich weggeblasen“, erzählt Herbert, der noch auf sich allein gestellt ist. „Aber meine Freundin wird mich bald besuchen.“ Vorerst ging es in der Freizeit halt mit Kapitän Tyler Spurgeon ins „Völser Badl“.

Am Freitagabend standen Herbert und Kollegen gegen Thurgau am Eis. Beim Schweizer Zweitligisten verlor man 2:3 nach Penaltyschießen – neben Daniel Wachter traf auch Abwehrspieler Sacha Guimond für die Haie. (t.w.)