Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 14.09.2019


EBEL

1:2 zum Saisonauftakt für den HCI: Ein Kaltstart im Torabschluss

Ein bitteres 1:2 gegen Dornbirn — die Innsbrucker Haie scheiterten zum Saisonauftakt gegen die Bulldogs am Pech (drei Lattentreffer) und zu vielen vergebenen Chancen.

Die Innsbrucker Haie bissen sich auch an Dornbirn-Goalie Juha Rinne die Zähne aus – Angreifer Ondrej Sedivy scheiterte mit einem Penalty am starken Finnen.

© gepaDie Innsbrucker Haie bissen sich auch an Dornbirn-Goalie Juha Rinne die Zähne aus – Angreifer Ondrej Sedivy scheiterte mit einem Penalty am starken Finnen.



Von Alex Gruber

Innsbruck — Die Lust auf Eishockey war nach einer enttäuschenden Vorsaison am Freitag in der Tiroler Wasserkraft-Arena ungebrochen — gut 2000 Fans, davon zirka 100 aus Dornbirn, fanden sich im Oval wieder. Und die Innsbrucker Haie legten in den Anfangsminuten auch los wie die Feuerwehr: John Lammers (3.) klopfte als Erster bei Dornbirn-Goalie Juha Rinne an, die beiden Neuzugänge Miha Zajc (4.) und Jan Lattner (13.) hatten bei Stangenschüssen Pech. Dazwischen hatten die Gäste durch Juhinna Tamminen etwas glücklich zum 0:1 (8.) getroffen. Die Hausherren verzeichneten durch Tyler Spurgeon in Unterzahl (18.) und Joel Broda (20.) weitere Hochkaräter, scheiterten aber weiter an Rinne. Und im Konter war für die Bulldogs auch mehrmals Treffer Nummer zwei möglich.

Die Scheibe fand auch im zweiten Drittel aus Innsbrucker Sicht nicht ins Tor. Sacha Guimond (23.) verbuchte den dritten Stangentreffer und Ondrej Sedivy scheiterte, nachdem er ihn in Unterzahl selbst herausgeholt hatte, mit einem Penalty am finnischen Dornbirn-Hexer (24.). Gut, dass Haie-Goalie C.J. Motte gegen Trupp (29., 34.) und Stefan Häußle (35.) mehrmals seine Klasse demonstrierte.

In der 44. Minute folgte die vermeintliche Erlösung — Neuzugang Caleb Herbert traf zum 1:1. Denkste: Minuten später wurde der Treffer nach langem Videostudium wegen Torrraumabseits aberkannt. Es kam beim Auftakt in die neue Saison viel zusammen. Noch mehr als Lammers keine 60 Sekunden später Sturmpartner Jesper Thörnberg suchte anstatt alleine vor Rinne selbst abzuschließen. Denn der Schwede traf die Scheibe nicht und so wurde der Rucksack für die Haie im Minutentakt immer schwerer. In einem folgenden Powerplay für Dornbirn bewahrte Motte die Haie vor Schlimmerem.

Die letzten zehn Minuten brachten dem HCI eine sechsminütige Überzahl am Stück ein — und Joel Broda traf gegen seinen Exklub endlich zum 1:1 (53.). Es wurde heiß: Motte rettete gegen Rapuzzi (56.), Herbert scheiterte nach sehenswerter Einzelleistung an Rinne (60.). Die Konsequenz hieß Overtime, die Haie nahmen ein 4:3-Überzahl dahin mit, Herbert (63.) versiebte den Matchpuck. Die Strafe folgte — Emilio Romig, den auch Haie-Coach Rob Pallin gerne gehabt hätte, traf 41 Sekunden vor Schluss zum 1:2. Es blieb ein Punkt.