Letztes Update am Fr, 27.09.2019 22:21

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


EBEL

Glücksgöttin Fortuna zeigte tapferen Haien kalte Schulter

Nach leidenschaftlichem Kampf und drei Stangenschüssen mussten sich die Haie am Freitag dem KAC vier Sekunden vor Schluss mit 0:1 beugen.

Die Haie warfen gegen Meister KAC alles in die Waagschale – Kapitän Tyler Spurgeon (l.) und Co. hätten sich zumindest einen Zähler verdient.

© gepaDie Haie warfen gegen Meister KAC alles in die Waagschale – Kapitän Tyler Spurgeon (l.) und Co. hätten sich zumindest einen Zähler verdient.



Von Alex Gruber

Innsbruck – Man(n) muss immer an seine Chance glauben. Das taten die Haie am Freitag mit einem starken Goalie C.J. Motte, leidenschaftlicher Defensivarbeit und Nadelstichen im Konter.

Die Anfangsphase gehörte dem Meister aus Klagenfurt, der in Minute eins durch Lukas Haudum das erste Mal Gefahr signalisierte. Auf Seiten der Innsbrucker ließ sich Caleb Herbert zu viel Zeit (4.). Das Schussverhältnis sah die Gäste vorne, lichterloh brannte es aber, als Joel Broda für die Haie den Innenpfosten traf (16.). Vier Minuten später und kurz vor der Drittelpause glich der KAC in Sachen Stangenschüsse durch Adam Comrie aus. Die Nullnummer sah aber gut aus.

Im zweiten Abschnitt kam der KAC rasch zum ersten Powerplay, die dicken Chancen hatten jetzt aber die Haie: Broda (27.), Ondrej Sedivy (30.) nach herrlichem Konter über Jan Lattner und Daniel Wachter und Jesper Thörnberg (Stange) sowie im Nachschuss Ex-KAC-Crack Thomas Vallant (38.) ließen mit drei echten Hochkarätern aufhorchen. Die graue Maus aus Innsbruck war nach 40 Minuten bei Weitem nicht mehr so grau wie im Vorfeld dieser Partie – und der übermächtige Titelverteidiger aus Kärnten suchte wie in den drei sieglosen Runden zuvor nach einem tauglichen Rezept.

Die Haie kamen mit breiter Brust aus der Kabine, die Papierform hatte man mit starkem Teamwork längst links liegen gelassen. Sacha Guimond und Co. verteidigten wie die Professoren und wenn die Scheibe aufs Tor kam, war C.J. Motte der Herr im Haus. Joel Broda (48.) und Sedivy (52.) hatten wieder die Führung auf der Schlägerschaufel, die nach einem Lattenkracher von Broda (56.) für den Außenseiter vom Inn längst verdient gewesen wäre. Bitter, dass man unmittelbar danach mit einer fragwürdigen Entscheidung in Unterzahl geriet. Bei einem Treffer von Fischer entschied das dänische Schiedsrichtergespann sofort auf Torraum-Abseits. Durchatmen am Eis während die Tiwag-Arena längst bebte. Vier Sekunden vor Schluss traf der KAC doch noch zum 0:1. Es war brutal bitter aus Sicht der Hausherren, die schon am Samstag (17.30 Uhr) gegen die Vienna Capitals ran müssen.

Erste Bank Eishockeyliga

5. Runde:

Red Bull Salzburg - Graz 99ers

3:1 (1:0,1:1,1:0). Salzburg, 2.300. Tore: Herburger (2., 44./PP), Kolarik (23.) bzw. Aslin (38./PP). Strafminuten: 8 bzw. 10.

VSV - Fehervar

3:1 (0:0,3:0,0:1). Villach, 2.700. Tore: Ulmer (21., 23.), Lahti (37.) bzw. Yogan (44.). Strafminuten: 10 bzw. 8.

HC Innsbruck - KAC

0:1 (0:0,0:0,0:1). Innsbruck, 2.300. Tor: Haudum (60.). Strafminuten: 6 bzw. 6.

Dornbirner EC - HC Znojmo

1:3 (0:3,1:0,0:0). Dornbirn, 1.700. Tore: Pöschmann (30.) bzw. Svoboda (4.), Sova (12.), Berisha (13.). Strafminuten: 11 bzw. 7.