Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 04.10.2019


EBEL

Haie gefordert: In Villach atmen die Adler wieder Höhenluft

Unter gänzlich anderen Vorzeichen als in der Vorsaison spielen die Innsbrucker Haie heute (19.15 Uhr) als Außenseiter beim Villacher SV vor.

Auf ins Gefecht - der Gegner heißt heute wieder Villach, den abgewanderten ?Bad Boy? Matthew Pelech muss HCI-Angreifer Daniel Wachter (r.) aber nicht mehr fürchten.

© gepaAuf ins Gefecht - der Gegner heißt heute wieder Villach, den abgewanderten ?Bad Boy? Matthew Pelech muss HCI-Angreifer Daniel Wachter (r.) aber nicht mehr fürchten.



Von Alex Gruber

Innsbruck – Das (vermeintliche) Armenhaus der Liga hat die Seiten gewechselt. Während die Haie nach fünf Niederlagen mit jeweils nur einem Tor Unterschied auch mit einem nach wie vor zu kleinen Kader kämpfen, erlebte der VSV mit vier Siegen in den ersten fünf Runden eine Art Renaissance. Und das liegt nicht nur daran, dass der neue finnische Coach Jyrki Aho neben bekannten Routiniers (Pollastrone, Fraser) auch auf weitere skandinavische Kräfte (Björkstrand/DEN, Pöyhönen und Lahti/beide FIN sowie Karlsson/SWE) setzt. Rund um Vereinslegende Gerald Rauchenwald und Geschäftsführer Andreas Schwab wurde in den vergangenen Monaten einfach kräftig Gas gegeben, um den Adlern wieder Flügel zu verleihen. Denn sie befanden sich im Absturz, so wie jetzt den Haien in dieser Saison das Ertrinken inmitten der hochkarätigen Konkurrenz droht.

Fünf Siege in sechs direkten Duellen belegen in jedem Fall, dass der HC Innsbruck in der Vorsaison noch klar über den Traditionsklub aus Kärnten zu stellen war. Am heutigen Abend muss Headcoach Rob Pallin mit der Tatsache leben, dass Caleb Herbert nach einem Kniecheck gegen Wien und einer Ein-Spiel-Sperre pausieren muss. Und jeder einzelne Ausfall trifft die Haie schwer.

Dabei, so wird zumindest gemunkelt, gäbe es durchaus österreichische Kräfte, die sich den Innsbruckern gerne anschließen würden. Und bei dieser dünnen Personaldecke muss man auch keine Angst um die Eigengewächse haben – ein Clemens Paulweber oder Lukas Bär erledigten in den ersten Runden ihren Job ordentlich. Nur wird man halt nicht Woche für Woche oder Spieltag für Spieltag über sich hinauswachsen können.

Die starken Partien gegen die Vienna Capitals (2:3 nach Verlängerung) und den KAC (0:1) haben zuletzt untermauert, wie viel Charakter in diesem Haie-Team steckt. Darauf muss Coach Rob Pallin – „Natürlich tut uns der Ausfall von Caleb weh, aber wir müssen dennoch einen Weg finden und wollen Punkte mitnehmen“ – auch heute setzen. „Villach ist breit aufgestellt und nicht mit dem Team aus dem vergangenen Jahr vergleichbar“, weiß Daniel Wachter, der Kärntner „Bua“ im Tirol-Dress.

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