Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 14.11.2019


EBEL

Haie brauchen den letzten Biss: “Nicht das Resultat, das wir wollten“

Nach der 1:4-Niederlage in Bozen müssen die Haie die Ärmel schnell hochkrempeln. Das Lazarett lichtet sich beim HCI.

Ein kurzer Lichtblick in Bozen – Lukas Bär (M.) feierte nach Wachter-Assist das zwischenzeitliche 1:1 und seinen ersten Saisontreffer.

© Amir BeganovicEin kurzer Lichtblick in Bozen – Lukas Bär (M.) feierte nach Wachter-Assist das zwischenzeitliche 1:1 und seinen ersten Saisontreffer.



Von Alex Gruber

Bozen, Innsbruck – Mit dem 22-jährigen Eigengewächs Lukas Bär, der mit seinem ersten Saisontreffer den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich in der Bozner Eiswelle geschossen hat, haben alle HCI-Angreifer nach 17 Partien als Torschützen angeschrieben. Das war am Ende die einzige kleine feine Randnotiz nach dem verlorenen Derby in Südtirol. „Gott sei Dank habe ich den Bann auch gebrochen“, atmete Bär durch, um aber auch gleich aufs wesentliche große Ganze zu kommen: „Im dritten Drittel haben wir leider nachgelassen.“ Und da habe man Goalie Scott Darling bei seinem starken Debüt auch in der ein oder anderen Szene im Stich gelassen.

„Es ist nicht das Resultat, das wir wollten“, brachte es Darling nach seiner Premier­e im Innsbrucker Kasten trocken auf den Punkt. Denn sosehr der Stanley-Cup-Sieger in den vergangenen Tagen nach seinem Transfer ins Haifischbecken die Blicke und Aufmerksamkeit auf sich zog, so sehr drückt der Schuh den Tabellenvorletzten der Erste Bank Eishockey Liga auf anderen Ebenen. Am Freitag beim Heimspiel gegen Linz sollte Sacha Guimond zumindest wieder ins Aufgebot zurückkehren – und der hat nach seiner unnötigen Zwei-Spiel-Sperre auch etwas gutzumachen. Ob mit dem nach wie vor angeschlagenen Mike Boivin der zweite Topverteidiger sein Comeback feiern kann, stand gestern noch in den Sternen.

Sooft man bei den Haien nach hinten blickt, so sehr schmerzt gegenwärtig aber auch der Blick in die Offensivreihen. Jesper Thörnberg – der Schwede ist einer mehrerer angeschlagener HCI-Spieler – hat das letzte Mal vor neun Spielen beim 6:5-Erfolg in Graz als entscheidender Penalty-Schütze angeschrieben, aus dem Spiel heraus traf Thörnberg zuletzt vor elf Partien und am 4. Oktober gleich dreifach beim 7:6-Sieg in Vill­ach. Neuzugang Caleb Herbert (5 Spiele ohne Tor) hängt bei allem Talent nach wie vor auch etwas in der Luft, Top­scorer Joel Broda verließ Bozen wie Herbert in der Plus-Minus-Statistik mit -3.

Jeder einzelne Hai muss sich morgen (19.15 Uhr) beim Heimspiel gegen Linz wieder in den Dienst der Mannschaft stellen. Denn wenn der ein oder andere auslässt, gibt’s eben kaum was zu ernten.

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