Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 16.11.2019


EBEL

Neuer Haie-Goalie Darling schlüpfte in die Rolle des Unglücksraben

Beim verpatzten Heimdebüt von Haie-Goalie Scott Darling mussten sich die ersatzgeschwächten Innsbrucker Haie den Linzern mit 3:4 beugen.

Hinein ins Getümmel – Haie-Crack Thomas Vallant (l.) schnappte sich den Linzern Gaffal, ehe das Schiedsrichtergespann gestern zur Tat schritt.

© gepaHinein ins Getümmel – Haie-Crack Thomas Vallant (l.) schnappte sich den Linzern Gaffal, ehe das Schiedsrichtergespann gestern zur Tat schritt.



Von Alex Gruber

Innsbruck — Wer weiß, was sich C.J. Motte am Freitagabend nach gut 31 Minuten gedacht hat — der Ex-Goalie der Innsbrucker, der noch Vertrag bei den Haien hat, stand vor dem Match neben dem verletzten Kapitän Tyler Spurgeon (Armbruch) und sah danach wie sich sein Nachfolger Scott Darling bei zwei Gegentreffern alles andere wie ein Stanley-Cupsieger anstellte. Zu diesem Zeitpunkt, also zur Halbzeit des Spiels, stand es nach zwei schweren Fehlern des HCI-Schlussmanns 2:2. Aber der Reihe nach:

Die Haie hätten ohne den ebenfalls verletzten Flo Pedevilla (Schulter) nach einem richtig starken Startdrittel bei einem Schussverhältnis von 21:7 und nach Topchancen von Jesper Thörnberg und Christof Kromp früher in Führung gehen müssen. Das 1:0 (19.) von Caleb Herbert im Powerplay war dann überfällig und mehr als verdient. Und nach dem Ausgleich der Linzer nach einem Scheibenverlust von Darling hinter dem Tor sprang Miha Zajc im Mitteldrittel, in dem Linz stärker wurde, sofort wieder mit dem 2:1 (25.) in die Bresche. Aber dann rutschte dem Haie-Goalie, der in diesem Jahr kaum Spielpraxis hatte, der Puck zum 2:2 (32) durch. Weil Joel Broda nur wenig später alleine vor Linz-Goalie David Kickert die Topchance zur neuerlichen Führung (32.) ausließ, jubelten die Gäste über die erstmalige Führung (2:3/38.). Zajc scheiterte am Weg zum Ausgleich an Kickert, so ging es mit einem Rückstand in die Kabine. Und bei den ohnehin schon ersatzgeschwächten Innsbruckern musste sich nach harten Attacken auch der zweifache Assistgeber Jesper Thörnberg eine kurze Pause nehmen.

Im Schlussdrittel war Thörnberg, der schwedische Kämpfer, wieder da. Und John Lammers, statt Spurgeon Kapitän, servierte Ondrej Sedivy die Scheibe mustergültig zum 3:3 (46.). Auch Darling war wieder auf seinem Posten. Die Partie wog hin und her, bewegte sich Richtung der x-ten Verlängerung in dieser Saison. Zwei Minuten vor Schluss landete ein verdeckter Schuss von Marek Kalus aber zum 3:4 in den Haie-Maschen. Die Hausherren kamen noch zu einem Powerplay und Coach Rob Pallin brachte einen sechsten Feldspieler aufs Eis, das 4:4 wollte aber nicht mehr gelingen.

Ergebnisse, EBEL 18. Runde

Znojmo - Dornbirner EC 4:3 (2:0,1:2,1:1)

HC Innsbruck - Black Wings Linz 3:4 (1:0,1:3,1:1)

HCB Südtirol - Fehervar 5:2 (1:0,2:1,2:1)

Sonntag, 24.11.2019

Red Bull Salzburg - Vienna Capitals, 17.30 Uhr