Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 28.11.2019


EBEL

Zahlreiche Ausfälle bei den Haien: Durchhalten ist Gebot der Stunde

Nach der 2:7-Niederlage gegen Fehervar lecken die Haie ihre Wunden. In der Hoffnung, dass bis zum morgigen Linz-Heimspiel wieder einige fit werden.

Stürmische Zeiten: angesichts der Personalnot zeigte Kraftpaket Jan Lattne­r gegen Fehervar im Angriff mit seinem großen Herzen auf.

© Amir BeganovicStürmische Zeiten: angesichts der Personalnot zeigte Kraftpaket Jan Lattne­r gegen Fehervar im Angriff mit seinem großen Herzen auf.



Von Alex Gruber

Innsbruck – „Man muss die ganze Saison mit Humor sehen“, merkte ein weiblicher HCI-Fan am Rande der deutlichen Niederlage gegen die Ungarn am Dienstagabend in der Tiwag-Arena an. Wohl wissend, dass ohne sechs Legionäre (Spurgeon, Lammers, Guimond, Sedivy, Herbert, Zajc) in der Erste Bank Eishockey Liga gegen nichts und niemanden etwas zu holen ist. Daran änderte auch die sensationelle 2:0-Führung der Haie nichts.

„Wenn wir gegen Fehervar in dieser Besetzung was geholt hätten, wäre es wirklich an der Zeit gewesen, ein­e Gedenktafel vor die Halle zu hängen. Letztlich hat man dann doch die Qualität der Teams in dieser Liga gesehen“, erklärte Haie-Obmann Günther Hanschitz, um den Jungen (Ludin, Kuprian, Westerthaler ...) neben Lukas Bär und Clemens Paulweber für ihr Engagement ein Lob auszusprechen. Headcoach Rob Pallin, der momentan schwer an der langen Ausfallsliste und der mangelnden Perspektive, konstant anzuschreiben, leidet, nahm er gleich aus der Schusslinie: „Der Trainer kann nichts dafür, wenn sechs Imports fehlen.“ Gleichzeitig stellte Hanschitz – Goalie C.J. Motte steht immer noch bei den Haien unter Vertrag und geht in Innsbruck spazieren – klar, dass kein neuer Legionär kommen werde: „Das geht sich nicht aus. Da spielen wir lieber mit den eigenen. Wir müssen jetzt schauen, dass wir die ein oder andere Überraschung landen.“

Ein Punktegewinn im Heimspiel gegen Linz wäre morgen (19.15 Uhr) als Überraschung zu werten. Vielleicht kehrt zumindest einer der drei grippe­erkrankten Cracks (Zajc, Guimond, Herbert) zurück. Denn NHL-Goalie Scott Darling kann in dieser Besetzung auch herzlich wenig ausrichten. Die Seuchensaison mit Verletzungen drückt bei einigen ordentlich aufs Gemüt.

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