Letztes Update am Mi, 04.12.2019 18:40

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Biathlon

Vierfach-Sieg durch Franzosen beim Weltcup-Auftakt in Östersund

Topstar Fourcade kehrte beim Biathlon-Weltcup-Auftakt der Herren am Mittwoch auf die Siegerstraße zurück. Vier Österreicher schafften es unter die ersten 24, Eder landete als bester davon auf Platz zwölf.

Martin Fourcade bildete die Spitze des französischen Siegerquartetts.

© AFPMartin Fourcade bildete die Spitze des französischen Siegerquartetts.



Östersund – Die französischen Biathleten haben in Östersund aufgetrumpft. Angeführt von Topstar Martin Fourcade feierte die „Grande Nation“ am Mittwoch einen Vierfach-Erfolg. Der 31-jährige Fourcade gewann das 20-km-Einzelrennen vor seinen Landsleuten Simon Desthieux, Quentin Fillon Maillet und Emilien Jacquelin. Simon Eder belegte als bester Österreicher mit dreieinhalb Minuten Rückstand Platz 12.

Die Zeitabstände zur Spitze waren nach einem extrem schwierigen Rennen auf tiefem Boden durch die Bank sehr hoch. Fourcade dominierte die Konkurrenz mit der besten Laufleistung und leistete sich nur einen Fehlschuss. Für den siebenmaligen Weltcup-Gesamtsieger war es der 77. Erfolg in seiner Karriere, aber der erste seit einem Jahr. 12,7 Sekunden war Fourcade im Ziel schneller als Desthieux.

Im vergangenen Winter war der Franzose als Weltcup-Sieger von Johannes Thingnes Bö entthront worden. Der Norweger, der in der Vorsaison historische 16 Erfolge gefeiert hatte, musste sich diesmal mit Rang zehn zufriedengeben.

Simon Eder wurde Zwölfter.
Simon Eder wurde Zwölfter.
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Vier Österreicher unter Top 24

Eder profitierte mit seiner Startnummer 5 von etwas besseren Verhältnissen zu Beginn. Der Salzburger, der sich aufgrund seines Trainingsrückstandes noch nicht in Topform befindet, musste insgesamt zwei Strafminuten hinnehmen.

Bis zu Platz 24 klassierten sich weitere drei Österreicher: 18. wurde Felix Leitner (+3:59,7 Min./3 Strafminuten), Dominik Landertinger (4:15,6/1) war 21., Julian Eberhard (4:29,6/3) 24. Der vierte, Harald Lemmerer (10:04,7), landete auf dem 86. Rang. Neben fünf Fehlschüssen verzeichnete er in der vorletzten Runde auch noch einen Sturz. Tobias Eberhard verzichtete wegen Magenproblemen auf einen Start.

Eder zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden. „Nach einer zuletzt harten Phase ist es ein Traum, dass ich wieder dabei bin und ein bisschen mitmischen kann. Hinten raus habe ich gemerkt, dass mir die langen Einheiten fehlen. Ich muss jetzt einfach von Rennen zu Rennen schauen“, meinte der Salzburger. (APA)