Letztes Update am Mi, 22.01.2014 13:56

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Tiroler Teenager nach Sotschi

Mit 15 zu den fünf Ringen

Freestyler Marco Ladner fährt zu den Olympischen Spielen nach Sotschi. Noch bleibt der Paznauner cool, auch wenn ihn die Großveranstaltung keineswegs kaltlässt.



Von Sabine Hochschwarzer

Innsbruck – Es klingt nahezu unglaublich. Selbst für Marco Ladner: „Ich hab es zuerst gar nicht fassen können.“ Vor zehn Tagen fuhr der Paznauner beim Freestyle-Weltcup in Breckenridge auf Platz 26. Ein Rang, der die letzten Punkte brachte: Ladner schaffte damit einen Quotenplatz im Halfpipe-Bewerb für die Olympischen Spiele in zwei Wochen. „Alle rundherum waren aus dem Häuschen. Dass sich das noch ausgeht, hat jeden überrascht“, beschreibt der Schüler des Skigymnasiums Saalfelden die Aufregungen der letzten Tage. Familie Ladner mit Mama Simone, Papa Andreas und Bruder Sandro strahlte mit und buchte gleich Flüge. „Olympia ist ja schon etwas Besonderes“, ergänzt der junge Mann aus Mathon, einem Teil der Gemeinde Ischgl.

Am Eröffnungstag der Spiele wird Ladner gerade mal 15 Jahre, 9 Monate und 16 Tage alt sein. Und was dort auf ihn zukommt, weiß er auch noch nicht so genau. „Ich habe mir ein paar Fotos angeschaut und der Rest wird sich ergeben“, sagt der Teenager mit jugendlicher Gelassenheit. „Cool“ lässt das Thema Olympia aber selbst einen Freestyler nicht. Er freue sich, Teil des österreichischen Teams sein zu dürfen und auch auf die Einkleidung kommende Woche in Wien. „Auch wenn ich nicht so der Krawatten-Typ bin“, lächelt Ladner verschmitzt.

Als „wilden Hund“, bezeichnet ihn hingegen sein Trainer. „Zumindest früher“, sagt Christoph Wolf, der Ladner seit rund vier Jahren im New School Team des Skiclubs Arlberg formt. 1997/98 begann man dort wie einst die Skipioniere auch diese neuen Disziplinen aufzubauen.

In derselben Mannschaft hofft mit Andreas Gohl übrigens noch ein weiterer Tiroler auf den olympischen Halfpipe-Bewerb. Der St. Antoner steht aufgrund einer Verletzung auf der Warteliste. „Am 25. Jänner wissen wir es“, hofft Trainer Wolf. Indes träumt Ladner bereits konkret von Sotschi: „Ich will dort so viel sehen wie nur möglich.“

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