Letztes Update am Mo, 08.02.2016 10:50

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Österreichs folgenschwerste Lawinenunglücke



Wien (APA) - Schauplatz des bisher katastrophalsten Lawinenunglücks der Nachkriegszeit in Österreich war 1954 Blons in Vorarlberg. Vom 10. bis 12. Jänner waren in ganz Vorarlberg über 300 Lawinen abgegangen, die 125 Menschenleben forderten. Allein in Blons gab es 56 Tote, womit der Ort ein Sechstel der Einwohner verlor. In Galtür und im benachbarten Valzur in Tirol gab es 1999 bei zwei Katastrophen 38 Tote.

31. 3. 1963: Ein Lawinenabgang im Gebiet der Kematneralm in Tirol fordert neun Menschenleben.

2. 3. 1964: Im Pitztal (Tirol) wird eine Gruppe von 17 Skifahrern verschüttet, sechs von ihnen kommen ums Leben.

2. 3. 1965: Auf der Radstädter-Tauernstraße wird ein Autobus unter Schneemassen begraben. 14 Businsassen sterben.

29. 3. 1965: Eine Nassschneelawine erfasst beim Eingang des Felbertauerntunnels in Osttirol einen Arbeiterbus: sechs Tote.

27. 1. 1968: In der Gemeinde Klösterle (Vorarlberg) begräbt eine Lawine ein Wohnhaus unter sich. Ein umgestoßener Ofen verursacht einen Brand, bei dem alle acht Hausbewohner umkommen.

4. 2. 1973: Zehn Todesopfer fordert ein Lawinenabgang im Gebiet von Gerlos im Zillertal in Tirol

27. 2. 1973: Zehn Arbeiter werden auf der Straße zwischen Böckstein und Sportgastein in Salzburg von Schneemassen verschüttet. Sechs kommen dabei ums Leben.

21. 12. 1974: In der Nähe von Kitzbühel erfasst ein Schneebrett eine 15-köpfige Skifahrergruppe. Neun Menschen sterben.

31. 12. 1974: Drei Skifahrer treten bei Gargellen (Vorarlberg) eine Lawine los, die zwölf andere Sportler mitreißt und diese tötet.

31. 3. 1975: In Mallnitz (Kärnten) wird eine Feriensiedlung der Bau- und Holzarbeitergewerkschaft von einer Lawine verschüttet: acht Tote.

31. 12. 1977: Bei einem Lawinenunglück im Loferer Hochtal (Salzburg) kommen acht Menschen ums Leben.

31. 1. 1982: Trotz einer Warnung unternimmt eine deutsche Schülergruppe eine Skiwanderung zur Elmaualm in Werfenweng (Salzburg). Die Gruppe wird von einer Nassschneelawine erfasst, zehn Jugendliche und drei Erzieher kommen um.

5. 4. 1987: Im Paznauntal werden acht Skifahrer außerhalb der gesicherten Piste von einem Schneebrett erfasst. Sechs von ihnen sterben.

14. 2. 1988: In den Stubaier Alpen löst eine Skifahrergruppe ein Schneebrett aus. Vier Menschen werden tot geborgen. Beim Abtransport eines Opfers stürzt der Rettungshubschrauber Christophorus 1 ab, wobei der Arzt und ein Sanitäter ums Leben kommen.

13. 3. 1988: Eine Staublawine verschüttet in St. Anton rund 30 Häuser. Fünf schwedische Urlauber und zwei einheimische Frauen werden getötet.

28. 3. 1988: Beim Abgang mehrerer Schneebretter werden zwei Skifahrergruppen verschüttet. Sechs Menschen finden bei der Jamtalhütte (Gemeinde Galtür/Paznauntal) in Tirol den Tod.

23. Februar 1999 - Nach tagelangen Schneefällen rast eine Lawine in den Tiroler Skiort Galtür. Fünf Meter hohe Schneemassen türmen sich in der Ortschaft. 31 Menschen kommen ums Leben. 22 Verschüttete werden lebend geborgen. Nur einen Tag später schlägt der „Weiße Tod“ im Nachbarort Valzur erneut zu. Dabei kommen weitere sieben Menschen ums Leben. In Vorarlberg sterben im Skigebiet von Gargellen eine 32-Jährige und ein 30-Jähriger.

28. Dezember 1999 - Im Tiroler Jamtal werden unweit von Galtür entfernt 13 Menschen verschüttet. Neun Personen sterben. Die erfahrenen Tourengeher waren von einer Lawine überrascht worden.

28. März 2000 - Im Mühlbachtal im Gemeindegebiet von Niedernsill (Pinzgau/Salzburg) fordert eine Lawine zwölf Todesopfer. Die Gruppe wird in einer Höhe von 2.700 Metern von den gigantischen Schneemassen mitgerissen, die rund 500 Meter breit,1,5 Kilometer lang und teilweise zwölf Meter tief sind.

2. Mai 2009 - Im Gebiet des Tiroler Nobelskiortes Sölden geraten sechs tschechische Urlauber in eine Lawine, alle sterben. 2009/2010 gab es in Österreich 37 Lawinentote.

6. Februar 2016 - In Wattenberg (Wattener Lizum) in Tirol werden 17 tschechische Wintersportler verschüttet. Die Bilanz: fünf Tote und zwei Verletzte.

( Nr. 0148-16)




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