Letztes Update am Mi, 24.10.2018 19:03

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


ServusTV schickt Psycho-Ermittler „Meiberger“ los



Wien (APA) - Man muss nicht zaubern können, um Mordfälle zu lösen, manchmal helfen ein paar magische Tricks aber enorm. Noch mehr profitiert der neue TV-Ermittler Thomas Meiberger aber von seinem Wissen über die menschliche Psyche. Der Titelheld der neuen Krimi-Serie „Meiberger“, gespielt von Fritz Karl, ist ab 6. November auf ServusTV im Einsatz. Am Mittwoch lud der Salzburger Sender zur Premiere in Wien.

Es ist der zweite Ausflug des TV-Senders aus dem Hause von Red Bull ins Reich der Fiction. Im Vorjahr hatte man mit „Trakehnerblut“ die erste Serienproduktion lanciert. Die Pferde-Saga wurde zwar nicht unbedingt ein Straßenfeger, wurde aber von der ARD gekauft und lief im deutschen „Ersten“ als „Gestüt Hochstetten“.

Nach dem Fernsehdrama probiert ServusTV nun den Krimi aus. Einen „Alpenkrimi“ konkret, denn im Gegensatz zu „Trakehnerblut“ ist in „Meiberger - Im Kopf des Täters“ die Senderheimat Salzburg der Schauplatz des Geschehens. Meiberger und seine Kollegen, der Kripo-Chef Nepo Wallner (Cornelius Obonya) und die Staatsanwältin Barbara Simma (Ulrike C. Tscharre) werken in der Mozartstadt, seinen privaten Lebensmittelpunkt hat der Psychologe bei St. Gilgen am Wolfgangsee. Das birgt jede Menge Potenzial für beeindruckende Landschaftsbilder in gewohnter Red Bull Media House-Qualität und wird nebenbei auch die örtlichen Tourismuswerber erfreuen.

In Folge eins muss Meiberger klären, ob eine Schlafwandlerin tatsächlich ihrem Mann einen lebensgefährlichen Bauchstich versetzte. Dramaturgische Purzelbäume legt die Story bis zur Aufklärung (Buch: Maja & Wolfgang Brandstetter) nicht unbedingt hin, aber es gilt ja vor allem, den Zusehern die Protagonisten näherzubringen. Meiberger ist ein Workoholic, der als Hobby die Zauberei betreibt. Kleine Tricks hier und da wendet er auch in Gesprächen mit Verdächtigen an. Seine Ehe ist gescheitert, das Verhältnis zum Teenager-Sohn könnte besser sein. Am Ende der erste Folge deutet sich ein Love Interest (Hilde Dalik) für die restliche Staffel an.

Der Chef-Kriminalist Wallner kann mit Meibergers Psycho-Hokuspokus nicht viel anfangen, nimmt dessen Erfolge aber gutmütig grummelnd zu Kenntnis. Zur Seite gestellt wird ihm ein genretypisch täppischer Assistent (Franz Josef Danner). Die Staatsanwältin ist effizient und fährt wild Auto. Als väterlicher Freund agiert Otto Schenk in der Rolle des pensionierten Richters Giovanni Hutter.

Acht Folgen hat die erste Staffel, zu sehen sind sie ab 6. November im Dienstag-Hauptabend. Mit „Meiberger“ (Regie: Marcus Ulbricht Folgen eins bis vier, Soleen Yusef Folgen 5-8) setzt ServusTV auf die relativ sichere Bank des ruralen Krimis mit Augenzwinkern, wie ihn nicht nur der ORF schon lange erfolgreich unters Fernseh-Volk bringt. Damit erfindet man nicht unbedingt das Genre neu, ergänzt das heimische Krimi-Portfolio aber durch eine solide Produktion, die mit schönen Bildern und hochkarätigen Namen auf der Besetzungsliste punkten kann. Flankierend ruft der Servus Buchverlag nun einen Literatur-Wettbewerb aus: Gesucht werden (unter www.servus.com/krimiwettbewerb ) „Kurzkrimis mit Alpenbezug“, die Siegergeschichte wird veröffentlicht.

~ WEB http://www.redbull.at ~ APA558 2018-10-24/19:00




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