Letztes Update am Fr, 26.10.2018 01:26

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Opposition im Kongo will sich bis November auf Kandidaten einigen



Kinshasa/Johannesburg (APA/AFP) - Die Oppositionsparteien in der Demokratischen Republik Kongo haben sich darauf geeinigt, bis Mitte November einen gemeinsamen Kandidaten für die Präsidentenwahl im Dezember zu ernennen. Nach zweitägigen Beratungen im südafrikanischen Johannesburg erklärten die zersplitterten Parteien am Donnerstag, sie würden bis zu ihrem nächsten Treffen am 15. November „einen gemeinsamen Kandidaten“ bestimmen.

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Die Opposition bekräftigte zudem ihre Entscheidung, die Wahl nicht boykottieren zu wollen. An dem Treffen nahmen wichtige Oppositionelle wie Martin Fayulu, Vital Kamerhe und Freddy Matungulu teil. Felix Tshisekedi von der größten Oppositionspartei UDPS sandte ebenso einen Vertreter wie der ehemalige Warlord Jean-Pierre Bemba, der bei der Wahl nicht antreten darf.

Die Spannungen vor der Abstimmung am 23. Dezember haben sich zuletzt verschärft. Gesucht wird ein Nachfolger für Präsident Joseph Kabila, der in diesem Jahr dem internationalen Druck nachgegeben hat und nach beinahe zwei Jahrzehnten an der Macht nicht wieder antreten wird. Im vergangenen Monat versprach er den Vereinten Nationen, eine glaubwürdige Wahl abzuhalten.

Kritiker befürchten jedoch, Kabila werde versuchen sicherzustellen, dass sein bevorzugter Nachfolger, der unnachgiebige ehemalige Innenminister Emmanuel Ramazani Shadary, sich keinem ernsthaften Gegner stellen muss. Weltweit werden die Entwicklungen vor der Wahl genau beobachtet. Es wäre der erste friedliche Machtwechsel in dem rohstoffreichen Land seit der Unabhängigkeit von Belgien im Jahr 1960.




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