Letztes Update am Mo, 05.11.2018 15:37

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wohnbau in Wien - Lob von Gemeinnützigen und AK, Kritik von FPÖ



Wien (APA) - Der Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen (GBV) und die Arbeiterkammer (AK) begrüßen die Ankündigung Wiens, dass künftig neu gewidmeter Wohnraum in der Regel zu zwei Dritteln mit geförderten und somit leistbaren Wohnungen bebaut werden muss. Die FPÖ hält sich mit Lobeshymnen indes mehr als zurück.

GBV-Obmann Karl Wurm sprach am Montag in einer Aussendung von einer „wichtigen wohnpolitischen Maßnahme“. Damit werde „den Auswüchsen des empfindlichen Preisanstiegs der Bodenpreise in den letzten Jahren eine taugliche Grenze“ gesetzt, so Wurm. Durch die neue Widmungskategorie inklusive einem Grundstückskostenlimit von 188 Euro pro Quadratmeter, die im Zuge der Bauordnungsnovelle Ende November im Landtag beschlossen wird, werde zu einer Entlastung der Mietpreise in der Hauptstadt führen, freuen sich die Gemeinnützigen.

Die AK jubelte gar über einen „Meilenstein“. „Mit der neuen Bauordnung sichert die Stadt Wien wertvollen Grund und Boden für den Bau von dringend benötigten leistbaren Wohnungen“, streute man Rot-Grün Rosen.

Anders die FPÖ. Sie hat zwar gegen „eine aktivere Bodenpolitik“ nichts einzuwenden, dies sei aber „nur ein Rädchen hin zu leistbarem Wohnen“, bemängelte der ressortlose Vizebürgermeister Dominik Nepp. Vielmehr sei die angespannte Lage am Wohnungsmarkt „zum Gutteil das Ergebnis einer desaströsen rot-grünen Wohnpolitik“, lautet die Kritik der Freiheitlichen.




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