Letztes Update am Fr, 09.11.2018 00:04

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Metaller-KV - Arbeitgeber vom gewerkschaftlichen Abbruch „überrascht“



Wien (APA) - Der Sprecher der Arbeitgeberverhandler im Metaller-KV, Christian Knill, hat sich „vom Gesprächsabbruch der Gewerkschaften völlig überrascht“ gezeigt. „Wir waren der Meinung, unser Abgebot war fair“, sagte Knill Donnerstagnacht im Gespräch mit der APA. „Wir haben 2,7 Prozent Lohn-/Gehaltszuwachs geboten“. Samt Zugeständnissen im Rahmenrecht „wäre das Gesamtangebot bei mehr als 3 Prozent gelegen.“

Man habe dieses Angebot schlussendlich „telefonisch machen müssen“, schließlich seien die Arbeitnehmervertreter gegangen. Knill glaubt, dass viele Arbeitnehmer bestimmt mit dem Angebot zufrieden wären und sich vermutlich über das gewerkschaftliche Vorgehen mit den Kampfmaßnahmen wundern würden.

Die Warnstreiks hat Knill aber praktisch auch schon erwartet. „Ich glaube, die Streiks waren schon vorgeplant.“ Ein Streiktag - vorerst sind nur einige Stunden geplant - in der Metalltechnischen Industrie (FMMI) mit ihren 1.200 Betrieben koste zwischen 30 und 50 Mio. Euro. „Streiks bringen niemandem etwas - außer Verunsicherung und Kosten. Sie schaden dem Standort.“

Wie es in den anderen fünf - viel kleineren - Metallerbranchen weitergehen werde, wollte Knill nicht konkret einschätzen. Immerhin seien für Montag, Dienstag und Mittwoch hier Gesprächsrunden angesetzt. Die Gewerkschafter hatten angekündigt, auch dort den Druck erhöhen zu wollen und einen Abschluss für alle sechs Teilbranchen mit allen Mitteln verteidigen zu wollen.

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