Letztes Update am Mo, 19.11.2018 00:06

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Houthi-Rebellen im Jemen setzen Angriffe aus: Zu Waffenruhe bereit



Sanaa (APA/dpa/Reuters) - Die Houthi-Rebellen im Jemen stellen eigenen Angaben zufolge Raketen- und Drohnenangriffe im verheerenden Bürgerkrieg vorläufig ein und wollen eine Waffenruhe. Sollte die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition zum Frieden bereit sein, so seien es auch die Aufständischen, teilte Mohammed al-Houthi, Anführer des Revolutionskomitees der Rebellen in der Nacht zum Montag auf Twitter mit.

Die ausgesetzten Angriffe seien ein Akt des Guten Willens und sollten den Feinden jeden Vorwand nehmen, keine Friedensgespräche zu führen und ihre „Belagerung“ des Jemens fortzusetzen. Zuvor hatte diese Woche die jemenitische Regierung einen Stopp der Offensive auf die von Rebellen kontrollierte Hafenstadt Hodeidah angeordnet. Die Luftangriffe auf der von Saudi-Arabien geführten Allianz sunnitischer Staaten gingen aber weiter.

Im Jemen kämpft die ins Exil geflohenen Regierung unter dem international anerkannten Präsidenten Abed Rabbo Mansour Hadi gegen die vom Iran unterstützten Houthi-Rebellen, die weite Teile des Nordens inklusive der Hauptstadt Sanaa kontrollieren. Seit 2015 steht Saudi-Arabien an der Spitze einer Koalition arabischer Staaten gegen die Milizen und bombardiert das Land aus der Luft, wobei bereits Tausende Zivilisten starben. Die Aufständischen hatten vor allem das Nachbarland Saudi-Arabien immer wieder mit Raketen angegriffen. Die Vereinten Nationen bezeichnen den Konflikt als schwerste humanitäre Krise der Gegenwart.




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