Letztes Update am Mo, 19.11.2018 05:18

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bloomberg spendet seiner früheren Universität 1,8 Milliarden Dollar



New York (APA/AFP) - Der US-Milliardär Michael Bloomberg will seiner früheren Universität 1,8 Milliarden Dollar spenden - vermutlich die größte Spende an eine Hochschule überhaupt. Mit dem Geld, umgerechnet knapp 1,6 Milliarden Euro, sollen dauerhaft Stipendien der John-Hopkins-Universität für Studenten aus einkommensschwächeren Familien finanziert werden, wie der frühere New Yorker Bürgermeister am Sonntag erklärte.

Er selbst habe „Glück“ gehabt und dank eines Studiendarlehens und eines Studentenjobs an der Eliteuniversität studieren können, schrieb der Sohn eines Buchhalters in der „New York Times“. „Mein Hopkins-Diplom hat mir Türen geöffnet, die sonst verschlossen geblieben wären, und hat mir erlaubt, den amerikanischen Traum zu leben.“

Auch andere junge Menschen sollten diese Möglichkeit haben, schrieb der 76-Jährige weiter. Mit Hilfe seiner Spende solle die John-Hopkins-Universität „großzügigere finanzielle Hilfe“ anbieten und Studiendarlehen in Stipendien umwandeln können. Geldfragen sollten beim Zugang zu der Universität „nie wieder“ eine Rolle spielen. Studenten solle erspart bleiben, nach ihrem Studium vor einem großen Schuldenberg zu stehen.

Eliteuniversitäten kosten in den USA häufig mehr als 50.000 Dollar pro Jahr. Für viele junge Menschen ist das eine unüberwindbare Hürde.

Bloomberg hatte der John-Hopkins-Universität im Jahr nach seinem Abschluss erstmals Geld gespendet - damals noch fünf Dollar. Inzwischen hat er bereits 1,5 Milliarden Dollar gespendet. Die nun verkündeten 1,8 Milliarden Dollar kommen oben drauf.

Zugleich betonte Bloomberg, Privatspenden allein seien nicht ausreichend. Auch die Regierung müsse Studenten stärker unterstützen.

Der aus bescheidenden Verhältnissen stammende Bloomberg wurde als Investmentbanker und später Gründer einer Finanznachrichtenagentur reich. Von 2002 bis 2013 war er Bürgermeister von New York.




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