Letztes Update am Di, 15.01.2019 12:26

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Leitbörsen in Fernost schließen überwiegend klar fester



Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Dienstag einheitlich positiv tendiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio gewann um 195,59 Zähler oder 0,96 Prozent auf 20.555,29 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong stieg um 531,96 Zähler (plus 2,02 Prozent) auf 26.830,29 Einheiten. Der Shanghai Composite gewann 34,57 Punkte oder 1,36 Prozent auf 2.570,34 Punkte.

Auch die Märkte in Indien und Australien zeigten sich im Plus. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 36.318,33 Zählern mit plus 464,77 Punkten oder 1,30 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg 38,6 Zähler oder 0,66 Prozent auf 5.871,80 Einheiten.

Die Fernostbörsen setzten sich damit gegen negative Impulse durch. Die Wall Street hatte am Vorabend schwache Vorgaben geliefert, in Europa warten Anleger auf die Abstimmung über den Brexit-Deal und am Vortag hatten Konjunkturindikatoren auf eine schwächere Entwicklung in China hingewiesen.

Die chinesische Regierung will nun offenbar der schwächelnden Wirtschaft des Landes mit umfangreichen Steuersenkungen unter die Arme greifen. Die Regierung plant weiterhin Steuern zu senken, vor allem für kleinere Unternehmen und das produzierende Gewerbe, wie aus einer Mitteilung vom Dienstag hervorgeht, die vor einer Pressekonferenz ranghoher Notenbanker und Politiker verteilt wurde.

Zuletzt hatte eine ganze Reihe von Konjunkturdaten ein eher trübes Bild der chinesischen Wirtschaft gezeichnet und ein langsameres Wachstum signalisiert. Die zweitgrößte Volkswirtschaft bekommt die Folgen des Handelsstreits mit den USA und eine Abschwächung der Weltwirtschaft zu spüren. Erst am Montag hatten die jüngsten Handelsdaten einen Einbruch des chinesischen Außenhandels zum Jahresende 2018 gezeigt. Im- und Exporte waren stark gefallen.

Der in Japan angeklagte Ex-Topmanager des Autokonzerns Nissan, Carlos Ghosn, bleibt weiter in Untersuchungshaft. Das Bezirksgericht in Tokio lehnte am Dienstag einen Antrag von Ghosns Anwalt auf Freilassung auf Kaution ab, wie das Gericht bekannt gab. Die Staatsanwaltschaft hatte am vergangenen Freitag neue Anklage gegen den 64-Jährigen wegen schweren Vertrauensbruchs und Verstoßes gegen Unternehmensgesetze erhoben. Bis zu einem Prozess könnten noch Monate vergehen. Für den Aktienkurs von Nissan scheint die Entwicklung in diesem Fall allerdings nicht mehr all zu relevant zu sein. Er schloss heute mit einem leichten Minus von 0,20 Prozent.




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